Dienstag, 02. April 2019

Leitner verzeichnet erstmals Umsatz in Milliardenhöhe

Mit einer besonderen Nachricht konnte sich Präsident Anton Seeber bei der traditionellen Jahresabschlussfeier an die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Leitner wenden: Erstmals in der 130-jährigen Geschichte wurde im vergangenen Jahr die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro überschritten.

Die 3S-Bahn am Klein Matterhorn gilt als eines der prägnantesten Beispiele für die Innovationstechnik der Firma Leitner.
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Die 3S-Bahn am Klein Matterhorn gilt als eines der prägnantesten Beispiele für die Innovationstechnik der Firma Leitner.

Das entspricht einem Zuwachs von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seeber, der seit Sommer 2016 der Unternehmensgruppe vorsteht, betont, dass das Umsatzergebnis nur eine Facette der erfolgreichen Entwicklung der vergangenen Jahre sei.

Leitner als „global player“ gefestigt

Mit diesem Ergebnis festigt die Gruppe ihre Rolle als „global player“ in den Bereichen Seilbahnen (LEITNER ropeways und POMA), Pistenfahrzeuge und Kettennutzfahrzeuge (PRINOTH), technische Beschneiung (DEMACLENKO) und Windkraft (LEITWIND).

„In allen Segmenten konnten wir unsere unternehmerischen Zielsetzungen erreichen und dabei konsequent an unserem langfristig angelegten Kurs festhalten. Ausschlaggebend dafür ist, dass wir nachhaltiges Wachstum anstreben und es dazu eine ganzheitliche Weiterentwicklung braucht“, so Seeber.

Dahingehend seien die steigenden Investitionen und Zuwächse in Forschung und Entwicklung (24,4 Millionen Euro) und Investitionsgüter (24,8 Millionen Euro) wie auch die Anzahl der Mitarbeiter (3500) wichtige Gradmesser.

Aktuell umfasst die Unternehmensgruppe 11 Produktionsstätten, 65 Niederlassungen und 132 Service-Zentren – ein globales Netzwerk für Know-how-Transfer, einfache Logistik und optimale Kundennähe.

Die Instandhaltung der Produkte der Unternehmensgruppe wird immer wichtiger und die Anzahl an Verträgen für Wartung/Service sowie auch für den Betrieb von urbanen und touristischen Anlagen steigt kontinuierlich. Mit einem Umsatz von 200 Millionen tragen diese Bereiche deutlich zum Gesamtumsatz bei.

Innovationsgeist, Diversifikation und Internationalisierung

Seeber führt den Erfolg vor allem auf die ausgeprägten Stärkefelder der Unternehmensgruppe – Innovationsgeist, Diversifikation und Internationalisierung – zurück, die tief im Wesen des Unternehmens und des gesamten Teams verankert seien. „Diese Merkmale prägen unser tägliches Handeln und haben im vergangenen Jahr zur Umsetzung zahlreicher markanter Projekte beigetragen“, so Seeber.

Als besonders prägnante Beispiele gelten die höchste 3S-Bahn der Welt am Klein Matterhorn in der Schweiz und die Inbetriebnahme der ersten urbanen Seilbahnen in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik.

Diese Anlagen stehen auch exemplarisch für die Diversifizierung des Seilbahnmarktes, geprägt vom wachsenden Segment der urbanen und touristischen Transportmittel. Aktuell beträgt deren Anteil bereits 35 Prozent des Gesamtumsatzes. Trotzdem bleibt die Wintersportbranche für die Unternehmensgruppe eine Priorität. Insgesamt realisierten die beiden Seilbahnunternehmen LEITNER ropeways und POMA im Jahr 2018 rund 100 neue Anlagen. 

Neue Projekte bereits am Laufen

Auch der Blick nach vorne ist von neuen Prestigeprojekten geprägt, betonte Vorstandsmitglied Martin Leitner. So entsteht im schwedischen Wintersportort Voss die erste Dreiseilumlaufbahn Skandinaviens. In China kommt es zu einer besonderen Premiere, wenn in Zuhai gleich drei zusammenhängende 3S-Bahnen in Form eines Dreiecks ihren Betrieb aufnehmen.

Eine Fortsetzung erfährt auch die erfolgreiche und weltweit einzigartige Verkehrspolitik im kolumbianischen Medellin, wo mittlerweile bereits die sechste städtische Seilbahnlinie eingeweiht wurde. Gespannt blickt man bei Leitner auch wieder nach Zermatt. Dort erfolgt in diesem Jahr der Baubeginn für das Projekt „Alpine Crossing“ und damit für die seilbahntechnische Verbindung zwischen der Schweiz und Italien.

stol

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