Dienstag, 24. November 2020

„Local-Seasonal-Fair“: Bewusstsein für soziale Fairness schaffen

„Local-Seasonal-Fair“ lautete das Motto einer Sensibilisierungskampagne mehrerer Südtiroler Verbände und Initiativen.

Die Initiative ruft dazu auf, Weihnachtseinkäufe lokal und fair zu erledigen.
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Die Initiative ruft dazu auf, Weihnachtseinkäufe lokal und fair zu erledigen. - Foto: © Armin Huber
Die Sensibilisierungskampagne, die vom 13. September bis zum 11. November 2020 andauerte, ist in der vergangenen Woche zum Abschluss gekommen und war ein Gemeinschaftsprojekt der Katholischen Frauenbewegung Südtirols (kfb), der Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) und der Weltläden in Südtirol, unterstützt von der Initiative „Deine Ernährung – deine Südtiroler Bäuerin“. Ziel der Kampagne war und ist es, Bewusstsein zu schaffen für globale Zusammenhänge und soziale Fairness – in der Welt, aber auch in Südtirol.

Das Interesse im ganzen Land war groß und so haben in gar einigen Orten Südtirols verschiedene Aktionen stattgefunden. Leider konnte corona-bedingt nicht alles durchgeführt werden, was gewünscht und geplant war. wie die Initiatoren der Kampagne in einer Presseaussendung mitteilen. Aber es mache durchaus Sinn, auch über diesen Zeitraum hinaus weiter zu arbeiten, für die Erreichung des gesetzten Zieles, so die Organisatoren.

Appell: Lokal einkaufen

Daher möchten die kfb, SBO und Weltläden Südtirol besonders auch appellieren, einem aktuellen Werbespot vom Onlineversandhändler Amazon nicht Folge zu leisten. Dieser lädt ein, Weihnachtsgeschenke online über Amazon zu bestellen. „Wir wollen hier ganz klar Position beziehen und sagen: NEIN! Kaufen wir lokal und fördern wir mit unseren Weihnachtseinkäufen einheimische Produzent*innen, Betriebe und die Weltläden. Das ist beispielsweise sehr gut möglich, indem man Freund*innen und Verwandten Produkte oder Gutscheine für Aktivitäten schenkt“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es gehe hauptsächlich darum, das Einkaufsverhalten generell zu überdenken, im Sinne der Nachhaltigkeit – zu jeder Zeit und gerade in Krisenzeiten. „Es ist eine Tatsache, dass wir alle, besonders in den westlichen Industrieländern, mehr verbrauchen als brauchen. So geht der Konsum auf Kosten der Umwelt und der natürlichen Ressourcen. Zudem werden bei der Produktion von Konsumgütern in Entwicklungs- und Schwellenländer Arbeits- und Menschenrechte verletzt. Je mehr Einkäufe wir online erledigen, desto mehr fördern wir diesen negativen Kreislauf. Kaufen wir LOKAL, SEASONAL, FAIR ein, gerade jetzt“, betonen die Initiatoren der Sensibilisierungskampagne.

stol

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