Mittwoch, 06. Mai 2015

Lokführer fahren weiter auf hartem Streikkurs

Die Geduld von Millionen Bahnkunden wird weiter auf die Probe gestellt: Die Lokführergewerkschaft GDL setzt ihren Rekord-Streik bei der Deutschen Bahn AG auch an diesem Mittwoch in unveränderter Härte fort.

Foto: © APA/EPA

Nach Ankündigung der Gewerkschaft sollen über den gesamten Tag erneut rund 3000 Lokführer dem Streikaufruf folgen und ihre Züge stehen lassen. Daran ändert auch die Ankündigung von Bahnchef Rüdiger Grube nichts, der in Berlin einen „neuen Vorschlag zur Befriedung der Lage“ machen will.

„Wir versuchen, die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen“, sagte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber dem RTL-„Nachtjournal“. „Wir reden über das Wie, die Inhalte dieser Tarifverträge. Über Zeit- und Geldregelungen.“

Von dem bis Sonntag angekündigten Streik sind Personen- wie Güterzüge betroffen. Die Passagiere müssen sich wie am Vortag darauf einrichten, dass mindestens zwei von drei Fernzügen ausfallen und die S-Bahnen in den Ballungsräumen nur stark ausgedünnt verkehren.

Der Güterverkehr wird bereits seit Montag bestreikt, so dass mögliche Produktionsausfälle wegen fehlenden Nachschubs näher rücken. Fernreisende und Pendler müssen seit Dienstag mit den Folgen der mittlerweile achten Streikwelle im aktuellen Tarifkonflikt zurechtkommen.

dpa

stol