Mittwoch, 06. November 2019

Lufthansa sagt wegen Streiks 1300 Flüge ab

Rund 180.000 Passagiere der Lufthansa sind wegen eines zweitägigen Streiks der Flugbegleiter von Flugausfällen betroffen. Das Unternehmen sagte für Donnerstag und Freitag zusammen rund 1300 Flüge ab.

Wegen des Streiks wird eine Vielzahl an Flügen von Lufthansa gestrichen.
Wegen des Streiks wird eine Vielzahl an Flügen von Lufthansa gestrichen. - Foto: © APA (dpa) / Oliver Berg

Das ist zwar nur ein jeweils kleinerer Teil des weltweiten Programms des Luftverkehrskonzerns mit täglich rund 3000 Flügen.

An deutschen Flughäfen ist aber ein Großteil der Starts mit LH-Flugnummern abgesagt, darunter auch zahlreiche Interkontinentalverbindungen von den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München.

In der genannten Gesamtzahl von 3000 Flügen sind auch Flüge nicht bestreikter Flugbetriebe wie Swiss, Austrian Airlines (AUA), Edelweiss oder Brussels Airlines enthalten. Die Gewerkschaft UFO hat bisher nur zu einem Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft aufgerufen, die laut Konzern an den beiden Tagen jeweils rund 1100 Flüge weltweit absolvieren sollte. Abgesagt wurden nun 700 Flüge am Donnerstag und 600 am Freitag.

Die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hilft dem Mutterkonzern aus: Auf den Strecken von Wien nach Frankfurt und München setzt die AUA während des Streiks größere Flugzeuge ein, um gestrandete Passagiere mitnehmen zu können, erklärte ein AUA-Sprecher am Mittwoch zur APA. Die AUA-Flüge selbst sind von dem Lufthansa-Streik nicht betroffen, allerdings können auch Flüge mit AUA-Flugnummer ausfallen, wenn es sich um einen sogenannten Codeshare-Flug handelt, der von der Lufthansa oder einem anderen bestreikten Flugbetrieb durchgeführt wird.

apa