Samstag, 07. März 2020

Luftverkehrsbranche: Durch Coronavirus „immenser“ Schaden

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft sieht wegen der Auswirkungen des Coronavirus einen immensen wirtschaftlichen Schaden für die Branche.

Der Lufthansa-Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, wegen des heftigen Nachfrageeinbruchs infolge der Corona-Epidemie seinen Flugplan noch weiter zusammenzustreichen.
Der Lufthansa-Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, wegen des heftigen Nachfrageeinbruchs infolge der Corona-Epidemie seinen Flugplan noch weiter zusammenzustreichen. - Foto: © APA/afp / DANIEL ROLAND
Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei jetzt schon sichtbar, dass die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus auf den Luftverkehr gravierender seien als bei vergleichbaren Krisen, wie etwa dem Nachfrageeinbruch in der Finanz- und Wirtschaftskrise oder in Folge des Sars-Virus.

„Unsere Unternehmen passen mit großen Anstrengungen ihr Flugangebot an die einbrechenden Buchungen an, um den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen und Arbeitsplätze zu sichern.“

Wirtschaftlicher Schaden sei immens

Trotz dieses Gegensteuerns aber sei der wirtschaftliche Schaden immens, sagte von Randow. Deswegen müsse die Politik die Unternehmen unterstützen, „damit diese ein für Deutschland wichtiges Mobilitätsangebot aufrecht erhalten und gravierende Strukturbrüche in der Luftverkehrswirtschaft vermieden werden können“.

Die Spitzen der schwarz-roten Koalition wollen am Sonntagabend über mögliche Maßnahmen sprechen, um wirtschaftliche Auswirkungen des Coronavirus zu begrenzen. Im Gespräch sind etwa eine Ausweitung des Kurzarbeitgeldes sowie eine Aufstockung von Kreditprogrammen.

Lufthansa will Flüge weiter streichen

Der Lufthansa-Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, wegen des heftigen Nachfrageeinbruchs infolge der Corona-Epidemie seinen Flugplan noch weiter zusammenzustreichen. In den nächsten Wochen solle die Kapazität um bis zu 50 Prozent reduziert werde. Die Maßnahme diene dazu, die finanziellen Folgen des Nachfrageeinbruchs zu verringern. Das Unternehmen berichtete von drastischen Buchungsrückgängen und zahlreichen Flugstornierungen. Betroffen seien alle Zielgebiete.

dpa

Schlagwörter: