<BR />Olivenöl ist in der italienischen Küche kaum wegzudenken – auch nicht in Südtirol. Umso mehr fällt es Verbrauchern und Verbraucherinnen auf, wenn plötzlich der Preis für Olivenöl steigt. <BR /><BR />Laut Daten des italienischen Statistikamtes ISTAT ist im Vergleich zum Vorjahr der Preis für Olivenöl durchschnittlich um 37 Prozent gestiegen. Nur Zucker erfuhr im selben Zeitraum einen noch stärkeren Preisanstieg (Plus 43 Prozent). <h3>Lagerbestände fast leer</h3>Die Ursachen für den Preisanstieg seien jedoch nicht nur die Inflation oder die gestiegenen Energiekosten. „Der Hauptgrund ist, dass die Lagerbestände insgesamt sehr niedrig sind“, sagt Furio Battelini, technischer Direktor der Genossenschaft Agraria Riva del Garda. Im Durchschnitt presst der mehrfach ausgezeichnete Betrieb rund 10 Tonnen Oliven pro Jahr für mehrere Tausend Liter Olivenöl. <BR /><BR /><embed id="dtext86-61456820_quote" /><BR /><BR />Der Klimawandel fordere seinen Tribut: „Wir kommen aus einer Reihe von Jahren, in denen die Ernte schlecht ausgefallen ist, insbesondere in Spanien, wo fast die Hälfte aller Oliven der Welt angebaut wird“, erklärt Battelini. <BR /><BR />Die Dürreperioden führten in Spanien zu einem Produktionsrückgang von 56 Prozent und auch in Italien hatte der trockene Sommer starke Auswirkungen auf die Ernte: Insgesamt fuhren die Produzenten rund 27 Prozent weniger Oliven ein. <h3> „Prognosen für heuer nicht rosig“</h3>Mit Blick auf die bevorstehenden Wochen, werde es auch heuer keine gute Ernte werden, weiß Battelini. „Die Schätzungen, die uns aus agronomischen Kontrollen für unser Gebiet vorliegen, besagen, dass die Produktion nicht üppig ausfallen wird“. Die bisherigen Oliven seien aber gesund und überdurchschnittlich groß. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="944962_image" /></div> <BR />Der Blick nach Süditalien und Spanien zeigt ein ähnliches Bild: Die Olivenbäume tragen auch in diesem Jahr aufgrund der extremen Trockenheit weniger Früchte. Bis es mit der Olivenernte losgeht, vergehen noch 2 bis 3 Wochen.