„Wir Handwerker befürworten das Familiengesetz und die Bestrebungen für die Schaffung von mehr Kinderbetreuungseinrichtungen", reagiert LVH-Präsident Gert Lanz auf die Forderung der Gewerkschaften, die Klein- und Mittelbetriebe müssten in puncto Familienfreundlichkeit in die Pflicht genommen werden.„Allerdings müssen dazu erst die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, und eines muss klar sein: Keine finanziellen Mehrbelastungen für die Betriebe" Laut dem LVH sei es durchaus erstrebenswert, dass mehrere Kleinbetriebe sich zusammenschließen, um etwa eine Kindertagesstätte zu betreiben. „Wenn erst die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen erfüllt sind, sind die Handwerker die ersten, die zu familienfreundlichen Schritten bereit sind", so Lanz. Die Betriebe können die Kosten für derartige Strukturen jedoch nicht selbst tragen, betont Lanz. Eine solche Erhöhung der Arbeitsspesen würde Südtirols Kleinbetriebe sehr stark belasten und auf diese Weise viele Arbeitsplätze gefährden.