Der Aufschub ist am Dienstag im Parlament mittels Vertrauensabstimmung genehmigten Dekret „Milleproroghe“ der Regierung Monti enthalten. Für Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern, die so genannte gefährliche Abfälle produzieren, hätte Sistri nach zuletzt mehreren Aufschüben am 2. April in Kraft treten sollen. „Die unzähligen Aufschübe sorgen bei den Betrieben für großes Unverständnis“, ärgert sich Präsident Gert Lanz. Der LVH setzt sich für eine tiefgreifende Überarbeitung und Vereinfachung des Systems ein: „Sistri soll erst in Kraft treten, wenn es für die Betriebe in der Praxis anwendbar ist“, sagt Lanz. Der Verband fordert die Befreiung von verschiedenen Abfallklassen von der Sistri-Pflicht. „Auch bei sehr geringen Abfallmengen soll das System nicht verpflichtend eingeführt werden“, so LVH-Direktor Thomas Pardeller. Für Klein- und Kleinstbetriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern soll Sistri wahlweise anstelle der bisherigen Abfallbuchhaltung (Abfallbegleitschein, Register und Jahresabfallerklärung MUD) eingeführt werden, so das Anliegen des LVH.