In einem Offenen Brief, der am heutigen Donnerstag veröffentlicht wurde, droht der LVH-Bezirk Unterpustertal „einen eigenen Weg zu gehen“, falls die aktuellen Probleme nicht ehestens gelöst würden. Walter Pichler sei für das klägliche Bild, das der Verband in der Südtiroler Öffentlichkeit abgebe, verantwortlich, schreibt Bezirksobmann Josef Schwärzer.Ein Großteil der Medienberichterstattung der vergangenen Tage und Wochen sei auf Initiativen Pichlers zurückzuführen. Dabei habe der LVH-Präsident sehr unterschiedliche Aussagen und Argumente vorgebracht, die widersprüchlich gewesen seien und deren Inhalt sich im Laufe der Tage immer wieder geändert habe.„Wir fragen uns: Wohin geht die Reise?“, so Schwärzer.Pichlers Aufgabe sei es nicht gewesen, den Streit öffentlich auszutragen und so die Interessen des Verbandes zu schädigen, sondern für Ruhe zu sorgen, den Ausgleich der Interessen herzustellen „und vor allem dafür Sorge zu tragen, dass allfällige Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten intern gelöst und nicht nach außen getragen werden“, heißt es im Öffentlichen Brief.Die öffentliche Schlammschlacht müsse endlich aufhören, es gehe jetzt um die dringenden Anliegen der Handwerker. Das Bild des Handwerks habe genug Schaden davongetragen, Kunden und Mitarbeiter seien verunsichert.Walter Pichler sei zwar demokratisch gewählt worden, aber ebenso die anderen Mitglieder des Exekutivausschusses.„Der knappe Wahlausgang bei der Präsidentenwahl hätte es geboten und gebietet es umso mehr, die Interessen jener wahrzunehmen, die in der Wahl für einen anderen Kandidaten gestimmt haben, anstatt deren Rücktritt zu fordern“, schreibt der Bezirk Unterpustertal.Leider sei man nicht sehr optimistisch, was die weitere Zukunft betreffe. „Wir haben daher im Bezirksausschuss eine einstimmige Grundsatzentscheidung getroffen, die für jeden Fall Garantie sein soll, unsere Interessen zu wahren. Sollten sich die aktuellen Probleme nicht ehestens lösen, sehen wir uns als LVH-Bezirk Unterpustertal gezwungen, einen eigenen Weg zu gehen“, heißt es abschließend im Offenen Brief.stol