Die Bedenken des Handwerks: es könnte zu einer Nivellierung der Ausbildung nach unten kommen.„Besonders in Zukunft benötigen wir verstärkt Fachkräfte, hierzu sind bewährte und hohe Qualitätsanforderungen unbedingt notwendig“, erklärt LVH-Präsident Gert Lanz.Die duale Ausbildung sei in Südtirol und in anderen deutschsprachigen Ländern so selbstverständlich, dass man sich erst vor Augen halten müsse, wie gut sie sei.Nun drohe dieser Gefahr durch neue Pläne aus Brüssel: Die Europäische Kommission plane bewährte und notwendige Qualifikationsanforderungen abzuschaffen.„Auf keinen Fall darf es zu einer Nivellierung der Ausbildung kommen. Wir werden von vielen anderen Nationen um unser Ausbildungssystem beneidet, da es hohe Qualitätsstandards hervorbringt“, unterstreicht LVH-Präsident Gert Lanz.Das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung sei ein wichtiger Bestandteil der Fachkräftesicherung in Unternehmen.„Mit den wachsenden und neuen Marktanforderungen brauchen wir gut ausgebildete Nachwuchskräfte. Auch angesichts des zunehmenden demographischen Wandels müssen wir uns jetzt mehr denn je Gedanken über die Berufsqualifikationen machen“, unterstreicht Martin Haller, Vizepräsident im LVH.Der Landesverband der Handwerker fordere schon seit geraumer Zeit klare Zugangsqualifikationen für die einzelnen Berufssparten, damit der Markt nicht durch unqualifizierte und schlechte Arbeit ruiniert wird.„Der Schlüssel hierzu liegt in der Ausbildung. Außerdem kann nur eine gute fundierte Ausbildung hochwertige Dienstleistungen sichern, vor Arbeitslosigkeit schützen und die Mobilität fördern“, so Haller.