„Die IRAP ist nicht mehr zeitgemäß, da sie Investitionen und Arbeitsplätze besteuert“, so LVH-Präsident Gert Lanz. „Eine Senkung der IRAP für alle Betriebe in Südtirol wäre im Rahmen des Möglichen und ein wichtiges Zeichen für die Betriebe.“Die Landesregierung will jene Unternehmen mit einem niedrigeren IRAP-Satz belohnen (2,5 anstatt 2,98 Prozent), die bestimmte Kriterien erfüllen, wie z. B. eine erhöhte Produktivität, neue Arbeitsplätze oder Investitionen in Forschung und Entwicklung. „Uns sind diese Kriterien zu wenig, da sie wesentliche Leistungen der Betriebe wie etwa die Sicherung der Nahversorgung, die Belebung strukturschwacher Gemeinden oder die Lehrlingsausbildung nicht berücksichtigen“, erneuert Lanz die Kritik des LVH. Der Verband hatte acht weitere Kritierien für einen niedrigeren IRAP-Satz ausgearbeitet und vorgeschlagen. Lanz will, dass zur Bewertung der Schaffung neuer Arbeitsplätze die Zahlen aus dem Jahr vor der Krise als Vergleich herangezogen werden. „Ansonsten werden die falschen Unternehmen belohnt, und zwar jene, die vor zwei, drei Jahren Mitarbeiter aufgrund der Krise entlassen haben und diese jetzt wieder einstellen“, ärgert sich Lanz. „Vielmehr müssen die vielen Klein- und Mittelbetriebe mit einer reduzierten IRAP belohnt werden, die auch in den Krisenjahren ihre Mitarbeiter gehalten und damit die Stabilität garantiert haben“, fordert der LVH-Präsident.