Recht gibt dem LVH ein statistischer Vergleich: Dieser zeige, dass Länder mit der dualen Ausbildung eine wesentlich geringere Jugendarbeitslosenrate aufweisen, so der LVH.Die Jugendarbeitslosigkeit befindet sich in Europa auf Rekordhöhe. In dreizehn, meist südeuropäischen Staaten sind mehr als 25 Prozent der jungen Männer und Frauen auf Arbeitssuche. Südtirol zählt mit 11,6 Prozent Jugendarbeitslosigkeit noch zu den relativ „verschonten“ Gebieten.Zurückzuführen sei dies zum Teil auf das duale Ausbildungsmodell, das aus wirtschaftlicher Sicht große Vorteile biete.„Globales Vorbild“„Die mitteleuropäische Form der dualen Berufsausbildung ist bereits ein globales Vorbild“, erklärt LVH-Präsident Gert Lanz.„Die beiden Weltmächte China und USA versuchen bereits unser Modell zu kopieren, weil sie erkannt haben, dass davon ihre Nachhaltigkeit künftig mindestens ebenso davon abhängt wie von ihrer Wettbewerbsfähigkeit im Export.“„Wir Handwerker, aber auch Politik und Wirtschaft sind aufgefordert, dem hiesigen Ausbildungssystem viel mehr Wertschätzung entgegen zu bringen und dieses periodisch an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes anzupassen “, betont Gert Lanz.Anstatt die Betriebe mit extremer Steuerbelastung, Bürokratisierung und Kreditverweigerung zu belasten, müsse die Modellfunktion erhalten bleiben.Dazu sei ständige Anstrengung nötig, darunter eine aktivere Auseinandersetzung mit technologischen Innovationen und globalen Entwicklungen auch auf nicht direkt produktionsrelevanten Feldern, heißt es aus dem LVH.