Der Landesverband erklärte, dass auch bei der nationalen Kundgebung der Betriebe am 18. Februar in Rom das Thema SISTRI scharf kritisiert worden sei. "Das System zur Rückverfolgung der Abfälle ist den italienischen Unternehmern seit vier Jahren ein Dorn im Auge. Ein System, das 300.000 Betrieben Kosten von über 250 Millionen Euro beschert hat und dessen Inkrafttreten nun, dank einer Abänderung im „Milleproroghe“-Dekret, erneut aufgeschoben wurde", so der LVH. Für den Landesverband der Handwerker kann das andauernde Verschieben der tatsächlichen Einführung des Systems nicht die endgültige Lösung sein. Er fordert deshalb: „Die einzige Lösung kann nur die definitive Abschaffung sein“, betonte Thomas Pardeller, der LVH-Direktor. „Wer die Ökomafias wirklich bekämpfen möchte, muss sich die Ineffizienz des SISTRI eingestehen und zugeben, dass dies nicht der richtige Weg ist.“ Statt das Prozedere zu vereinfachen, die Verpflichtungen zu lockern und die Kosten für die Unternehmen zu senken, sei genau der gegenteilige Effekt eingetroffen und die Schwierigkeiten hätten sich zu Lasten der Unternehmen verdichtet, so Pardeller. Obwohl das System augenscheinlich überhaupt nicht funktioniert, müssen die Betriebe alle die Abfälle betreffenden Verpflichtungen genauestens einhalten.“Schaffen wir SISTRI endgültig ab und gestalten ein neues System für die Rückverfolgung der Abfälle, das wirklich effizient, ökonomisch, transparent und für die Betriebe einfach zu handhaben ist”, zog Pardeller den Schluss.