Ein Vorschlag von Bozens Bürgermeister Gigi Spagnolli sieht vor, die Immobiliensteuer IMU für die Stadt zu erhöhen, um Ausgabenkürzungen zu vermeiden (STOL hat berichtet). "Als LVH haben immer wieder darauf verwiesen, dass auch in den Gemeinden Einsparungspotential vorhanden ist und auch genutzt werden sollte." Eine zusätzliche IMU-Erhöhung wäre ein Schlag ins Gesicht vieler sowieso schon arg belasteter Handwerksbetriebe in Bozen und in Zeiten wie diesen das falsche Signal. "Auch in der Gemeinde Bozen könnte, durch eine effiziente Ausgabenpolitik und durch eine Optimierung ihrer Dienste, viel Geld eingespart werden", so Lanz.Besonders das Vorhaben der Gemeinde, die IMU auf Gewerbegebäude zu erhöhen, bereitet den Handwerkern Sorgen. "Statt Einsparungen vorzunehmen, sollen jetzt wieder einmal die Steuern erhöht werden", meint der Vizepräsident und Obmann des Bezirkes Bozen Stadt im LVH, Ivan Bozzi. Die Gemeinde tue laut Bozzi schlecht daran, immer wieder die Steuern zu erhöhen. "Wir Wirtschaftstreibenden haben jetzt schon die höchste Steuerbelastung in ganz Europa", so Bozzi, "auf diese Weise werden viele Betriebe in Bedrängnis kommen". Laut dem LVH-Vizepräsidenten sie eine weitere Erhöhung der Steuern eine regelrechte Bremse für lokale Wirtschaftskreisläufe. "Eine funktionierende Nahversorgung auch im Handwerk ist nicht nur in den Dörfern, sondern auch in den Stadtvierteln Voraussetzung für ein angemessenes Sozialleben", so Bozzi, "und, ob die Nahversorgung bei solchen Steuerlasten auch in Zukunft gewährt werden kann, bleibt dahingestellt".