Donnerstag, 18. August 2016

Lyoness verklagt Kritiker

Die Grazer Rabattfirma Lyoness hat zwei seiner Kritiker geklagt und wehrt sich gegen die Vorwürfe, die diese erhoben haben. In einer Aussendung vom Donnerstag schreibt Lyoness von einer „massiven Schmutzkübelkampagne, deren offenkundiger Zweck es zu sein scheint, gegen Lyoness gezielt Ruf- und Geschäftsschädigung zu betreiben“.

Bei  Rabattfirma Lyoness schent nicht alles ganz kosher verlaufen zu sein.
Bei Rabattfirma Lyoness schent nicht alles ganz kosher verlaufen zu sein. - Foto: © APA/EPA

Diese Kampagne werde vom Anwalt Josef Fromhold und „einem gewissen Bernhard Ecker“ „lanciert und befeuert“, so Lyoness.
Fromhold und Ecker haben in der Gerichtscausa Lyoness schwere Anschuldigungen gegen die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) erhoben, weil die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Lyoness-Gründer Hubert Freidl und rund ein Dutzend weiterer Beschuldigter zu einem großen Teil eingestellt werden mussten. Fromhold und Ecker werfen dem zuständigen Staatsanwalt Schlamperei vor und haben eine sogenannte Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Oberbehörde eingebracht. In dem Beschwerdeschreiben erheben sie nicht nur Vorwürfe gegen die Justiz, sondern auch gegen Lyoness.

„Sämtliche Vorwürfe ... völlig aus der Luft gegriffen und somit haltlos“

 Gegen die Kritiker ist das Grazer Unternehmen bereits vor Gericht gezogen und kündigte am Donnerstag weitere rechtliche Schritte an. Gegen Anwalt Fromhold habe man bereits am 2. August 2016 am Wiener Handelsgericht (HG) eine Unterlassungsklage eingebracht, gegen Ecker am Donnerstag am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz.

Klage auf Schadenersatz

„Darüber hinaus sind weitere rechtliche Schritte in Form von Schadenersatzklagen gegen die obengenannten Personen in Vorbereitung und Lyoness wird selbstverständlich auch weitere rechtliche Schritte gegen derartige Untergriffe setzen“, so das Unternehmen. Zum Vorwurfskomplex Auslandsmärkte hielt Lyoness fest, dass an der Niederlassung in den USA derzeit mehr als 20 Menschen beschäftigt seien, „die für eine starke Präsenz am amerikanischen Markt sorgen. Zudem wurde im März dieses Jahres das Landesbüro in Indien erfolgreich eröffnet. Bevor Lyoness mit Geschäftsaktivitäten in einem Markt startet, werden die rechtlichen Bestimmungen genau geprüft und auch die Geschäftsbereiche des Unternehmens werden umfassenden rechtlichen Prüfungen unterzogen.“

Geschönte Zahlen?

Fromhold und Ecker werfen Lyoness zusammengefasst vor, bei den Kampagnen, mit denen sie Gelder für die Expansion im Ausland einsammeln, Mitglieder mit geschönten Zahlen zu täuschen. In Wirklichkeit, so die von Lyoness vehement zurückgewiesene Anschuldigung, versickerten die Gelder im Lyoness-System. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

apa

stol