Laut Entwurf will die EU bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Geldern bestimmten in Europa hergestellten Produkten Vorrang einräumen. Dabei geht es unter anderem um E-Autos und Hybride, Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen sowie wichtige Baustoffe wie Zement und Aluminium.<BR /><BR /> Ziel ist es, die europäischen Produktionskapazitäten zu stärken und die Nachfrage nach in Europa hergestellten sauberen Technologien und Produkten anzukurbeln. Im Jahr 2024 machte die Fertigungsindustrie 14,3 Prozent der Wirtschaftsleistung der EU aus; dieser Anteil soll bis 2035 auf 20 Prozent steigen.<BR /><BR />Ein großer Fokus liegt auf der Autoindustrie: Eine öffentliche Förderung für Pkw wäre demnach daran geknüpft, dass das Auto in Europa zusammengebaut wird und zu einem signifikanten Anteil aus europäischen Komponenten besteht. Laut derzeitigem Entwurf müssten sechs Monate nach Inkrafttreten der Vorschläge drei Batterieteile und 70 Prozent der Nicht-Batteriekomponenten „Made in Europe“ sein. <h3>Große Uneinigkeit</h3>Noch müssen vor Inkrafttreten des Gesetzesvorschlags sowohl die EU-Mitgliedstaaten als auch das EU-Parlament zustimmen. Und das könnte dauern. In Brüssel sind nicht alle von den Plänen gleichermaßen begeistert. <BR /><BR />Während etwa Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron dafür plädiert, dass Europa bei der Vergabe seiner Großaufträge die eigenen Unternehmen bevorzugt, fürchten kleinere Länder eine Abschottung des Kontinents und Handelsnachteile. Auch der deutsche Kanzler Friedrich Merz will keine zu strikten Vorgaben, da die deutsche Industrie von Zulieferungen abhängt. <BR /><BR />Stimmen aus der Wirtschaft kritisieren wiederum, dass mit den neuen Vorgaben der Bürokratieaufwand steigen könnte.