Der Fünf-Punkte-Plan soll Vorschläge der Industriellen und anderer Berufsverbände enthalten, um eine tiefgreifende Erneuerung des Landes zu ermöglichen.Die Industriellen verlangen eine Rentenreform, die Italien an europäische Standards anpasst. Die damit eingesparten Summen sollen zur Reduzierung des Steuerdrucks verwendet werden.Confindustria verlangt eine Veräußerung der Immobilien in öffentlicher Hand, um das Defizit zu senken.Der staatliche Einfluss auf die italienische Wirtschaft sei immer noch zu stark und solle reduziert werden. Liberalisierungsmaßnahmen seien dringend notwendig.Eine weitere Priorität sei der Ausbau der Infrastruktur. „Ohne Infrastruktur kann Italien einfach nicht wachsen“, so die Confindustria-Präsidentin Emma Marcegaglia.Italien könne eine Steuerreform nicht weiter hinausschieben. „Wer Italien auf den Beinen hält – Unternehmen und Arbeitnehmer – soll weniger Steuern zahlen“, meinte sie.Im Energiebereich sollen in den nächsten zehn Jahren Anreize vorgesehen werden, um die Produktion zu steigern und die Privatinvestitionen in diesem Bereich zu fördern.Damit soll das Wachstum des Bruttoinlandprodukts um 0,4 Prozent pro Jahr wachsen.Die Industriellen klopfen der Regierung Berlusconi und Brüssel auf die Finger: „Es schmerzt, einen akuten Mangel an Führungskapazitäten in Italien und auf europäischer Ebene feststellen zu müssen“, klagte Marcegaglia.Es könne keine gemeinsame Währung ohne eine europäische Wirtschaftspolitik geben. „Entweder überwinden die europäischen Regierungschefs den nationalistischen Geist, oder all das, was wir für die EU getan haben, bricht zusammen“, so Marcegaglia.