Den größten Beitrag leisten Banken und Versicherungen. Allein die Anpassungen bei der Besteuerung von Übergewinnen sowie die erneute Verschiebung der steuerlichen Verlustvorträge (DTA) bringen dem Fiskus rund 3,15 Milliarden Euro im Jahr 2026. Hinzu kommen 962 Millionen Euro durch eine um zwei Prozentpunkte erhöhte IRAP für den Finanzsektor.<BR /><BR />Auch die Versicherungen werden stärker herangezogen: Ein hoher Vorausbeitrag auf Kfz- und Bootsversicherungen sowie höhere Steuersätze auf Fahrerunfall- und Pannenhilfepolicen summieren sich auf nahezu 1,5 Milliarden Euro.<h3> Höhere Abgaben für Investoren und Betriebe</h3>Ab 1. Jänner 2026 verdoppelt sich zudem die so genannte Tobin Tax auf Finanztransaktionen: auf 0,2 Prozent bei Börsengeschäften und 0,4 Prozent außerhalb regulierter Märkte. Die Regierung erwartet 337 Millionen Euro Mehreinnahmen pro Jahr – Analysten warnen allerdings vor möglichen Wettbewerbsnachteilen für den Finanzplatz Mailand.<BR /><BR />Bei Holdinggesellschaften wird das Dividendenregime an die EU-Vorgaben angepasst. Für größere Beteiligungen bleibt die effektive Steuerbelastung bei 1,2 Prozent, was dem Staat rund 35 Millionen Euro pro Jahr einbringt.<BR /><BR />Dazu kommt die Ausweitung der Pauschalsteuer für vermögende Zuzügler: 300.000 Euro für Hauptzahler, 50.000 Euro für Familienangehörige – ein Nischeninstrument mit 14,5 Millionen Euro Zusatzaufkommen.<BR /><BR />Weitere 911 Millionen Euro steuert die Wirtschaft 2026 über strengere Regeln bei der Ratenzahlung von Veräußerungsgewinnen und eine Sonderabgabe auf stille Reserven bei.<h3> Was Bürger direkt spüren</h3>Für Privathaushalte zeigt sich die „Manovra“ vor allem im Alltag. Höhere Tabaksteuern bringen 213 Millionen Euro, die Neuausrichtung der Treibstoff-Akzisen weitere 552 Millionen Euro. Neu ist auch eine Zwei-Euro-Abgabe auf kleine Pakete unter 150 Euro aus Nicht-EU-Ländern – offiziell gegen Billigmode aus Fernost gerichtet, faktisch ein Plus von 112,5 Millionen Euro für den Staat.<BR /><BR />Immobilien- und Grundstückseigentümer trifft eine höhere Steuer auf Aufwertungen: Der Satz steigt von 18 auf 21 Prozent (Mehreinnahmen: 240 Millionen Euro jährlich). Und bei Kurzzeitvermietungen erhöht sich die Einheitsbesteuerung („Cedolare secca“) ab der zweiten Immobilie auf 26 Prozent – ein vergleichsweise kleiner, aber symbolischer Beitrag von 37,8 Millionen Euro.<BR /><BR />Kurzum: Die „Manovra“ verteilt die Lasten breit: Finanzsektor und Investoren tragen den Löwenanteil, Unternehmen folgen, und auch Bürger zahlen über Konsum und Eigentum spürbar mit.