Freitag, 30. Juni 2017

Marteller Beerenernte in vollem Gange

Die Erdbeersaison 2017 ist keine Gewöhnliche: Mengen fehlen nicht nur im Vinschgau, sondern in ganz Italien, Deutschland, Holland und Belgien. Gerhard Eberhöfer, Verkaufsleiter Beeren der VI.P, Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse, gibt einen Überblick.

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„Erste kleine Mengen an Erdbeeren wurden bereits über das Pfingstwochenende angeliefert, die richtige Ernte hat in den letzten Tagen begonnen, Haupternte ist zwischen Ende Juni und Ende Juli,“ so Eberhöfer.

„In diesem Jahr werden wir maximal die Erntemenge von 2016 erreichen, also etwa 40 Waggon (400 Tonnen). Wir haben in diesem Jahr mit einer größeren Menge gerechnet, aber die Frostnächte im April haben leider nicht geholfen.“

Laut VI.P ist die Qualität der Erdbeeren momentan sehr gut. Viel hängt natürlich auch von der Witterung im Sommer ab. „Wir hoffen, dass es nicht zu warm wird. Für die Erdbeeren ist eine Temperatur von 25-30 Grad Celsius ideal, wenn es heißer wird bedeutet das Stress für die Erdbeeren und die Qualität leidet,“ so der Verkaufsleiter.

Himbeerernte wird gering ausfallen

Die Erdbeeren aus dem Martelltal werden zu 99 Prozent in Italien vertrieben. Kleine Mengen gehen Richtung Österreich, hauptsächlich Nordtirol. Kanäle sind der Lebensmitteleinzelhandel und Großmärkte, über die die Erdbeeren beim lokalen Obst- und Gemüsehändler landen. Nicht zu vergessen sind die Detailgeschäfte der Vinschgauer Genossenschaften.

Neben Erdbeeren werden im Martelltal auch Himbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren, Heidel- und Brombeeren angebaut.

Nennenswerte Mengen an anderen Beeren gibt es laut Eberhöfer aber nur bei Himbeeren. „In diesem Jahr haben wir mit einer größeren Menge an Himbeeren gerechnet, aber auch da hat uns der Frost einen Stricht durch die Rechnung gemacht. Insgesamt werden wir nur etwa 50 Prozent der Vorjahresmenge an Himbeeren erreichen.“

stol

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