Montag, 11. Juni 2018

Maturanten: 40 Prozent steigen direkt in Berufswelt ein

Unmittelbar nach der Matura arbeitet rund ein Viertel der frischgebackenen Absolventen in einem abhängigen Arbeitsverhältnis, nach viereinhalb Jahren etwa 40 Prozent. Achteinhalb Jahre danach pendelt sich der Anteil bei 55 Prozent ein. Mit diesen Zahlen hat sich jüngst die Beobachtungsstelle für den Arbeitsmarkt.

Unmittelbar nach der Matura arbeitet rund ein Viertel der frischgebackenen Absolventen in einem abhängigen Arbeitsverhältnis.
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Unmittelbar nach der Matura arbeitet rund ein Viertel der frischgebackenen Absolventen in einem abhängigen Arbeitsverhältnis. - Foto: © shutterstock

Rund 60 von 100 Oberschulabgängern schreiben sich an einer Universität ein und verschieben damit ihren Arbeitseinstieg. Unmittelbar nach der Matura arbeitet rund ein Viertel der frischgebackenen Absolventen in einem abhängigen Arbeitsverhältnis, nach viereinhalb Jahren etwa 40 Prozent. Achteinhalb Jahre danach pendelt sich der Anteil bei 55 Prozent ein.

Diejenigen, die auch 10 bis 11 Jahre nach der Reifeprüfung noch keiner abhängigen Beschäftigung nachgehen, sind zum Teil als Unternehmer beziehungsweise Freiberufler (ungefähr 20 Prozent) selbständig oder an einem Arbeitsplatz im Ausland tätig, wohin häufig auch der Wohnsitz verlegt wird, was bei 13 Prozent der Fall ist. 2 Prozent dagegen sind arbeitslos oder nur vorübergehend nicht beschäftigt. Der Anteil der Mütter ohne Arbeit mit einem Kleinkind liegt bei 4 bis 5 Prozent.

4 von 10 bald darauf unbefristeten Arbeitsvertrag

6 Monate nach Abschluss der Reifeprüfung haben 4 von 10 Maturanten, die arbeiten, bereits einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Zweieinhalb Jahre später sind es 6 und 10 bis 11 Jahre danach fast 8.

Die Berufswahl wird von Schultyp, Unterrichtssprache und Geschlecht beeinflusst. Maturanten der allgemeinbildenden Oberschulen – also der Gymnasien – schreiben sich vermehrt an einer Universität ein. Dies erklärt, dass 6 Monate nach der Reifeprüfung nur rund 10 Prozent von ihnen ein Beschäftigungsverhältnis eingegangen sind. Bei den Absolventen einer Oberschule mit wirtschaftlicher und technischer Ausrichtung stehen im Winter nach der Matura bereits 40 Prozent in einem Arbeitsverhältnis.

„Besonders hervorzuheben ist, dass Maturanten, die vor dem Oberschlussabschluss zumindest einmal eine Arbeitserfahrung (meist durch ein Sommerpraktikum) gemacht haben, deutlich schneller in den Arbeitsmarkt einsteigen als jene ohne Arbeitserfahrung", sagt der Direktor der Abteilung Arbeit, Stefan Luther.

stol/lpa

stol