Donnerstag, 24. Januar 2019

Mauterhöhungen: Negativ für Bevölkerung und Unternehmen?

Wie bei der Veröffentlichung des Koalitionsprogramms bekannt wurde, möchte die neue Landesregierung in Südtirol Mauterhöhungen für Schwerfahrzeuge auf der Brennerautobahn einführen. Die Handelskammer in Bozen ist der Meinung, dass Mauterhöhungen nicht zielführend sind und sich negativ auf die Bevölkerung und Wirtschaft auswirken.

Die Handelskammer in Bozen ist der Meinung, dass Mauterhöhungen nicht zielführend sind.
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Die Handelskammer in Bozen ist der Meinung, dass Mauterhöhungen nicht zielführend sind. - Foto: © D

Laut Koalitionsprogramm von SVP und Lega möchte die neue Landesregierung eine Mauterhöhung für Schwerfahrzeuge auf der Brennerautobahn A22 vorantreiben. Dabei fällt diese Maßnahme nicht in den Zuständigkeitsbereich der Landesregierung, sondern wird vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr entschieden.

Handelskammerpräsident Michl Ebner ist der Meinung, dass eine Diskussion über Mauterhöhungen Südtirol nicht voranbringt: „Mauterhöhungen verringern den Verkehr nicht. Statt sich mit Mauterhöhungen zu beschäftigen, ist es besser sowohl Straßeninfrastruktur, wie auch Schieneninfrastruktur attraktiv zu halten. Wir brauchen beide Infrastrukturen, um den Verkehr in Südtirol bestmöglich abwickeln zu können.“

Mauterhöhung schade auch Unternehmen

Darüber hinaus schade eine Mauterhöhung auch den Südtiroler Unternehmen, da diese vor Fertigstellung des Brennerbasistunnels zwangsläufig über die Brennerautobahn importieren und exportieren müssen.

„Transportkosten und Transportmöglichkeiten sind wesentlich für die Wettbewerbsfähigkeit einer Region beziehungsweise der Unternehmen. Eine Mauterhöhung würde der Wettbewerbsfähigkeit von Südtirols Unternehmen schaden“, ist Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen, überzeugt.

Auch der Endkonsument spürt die Maut

Schlussendlich würden eine Mauterhöhung jedoch vor allem die Endkonsumenten beim Kauf von Waren zu spüren bekommen, da durch einen Transportkostenanstieg zwangsläufig auch die Endprodukte teurer werden.

stol

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