Donnerstag, 21. Januar 2016

Mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer gegen Flugplatz

Brauchen die Arbeitnehmer in Südtirol den Flughafen in Bozen? Das aktuelle AFI-Barometer zeigt: Aktuell sind 31 Prozent der befragten Arbeitnehmer für den Flughafen, 69 Prozent sind dagegen.

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Foto: © STOL

Das AFI-Barometer ist eine repräsentative Umfrage unter Südtirols Arbeitnehmern, die viermal im Jahr durchgeführt wird. Erhoben wird nicht nur das Stimmungsbild zu Wirtschaft und Arbeitsmarkt, sondern auch die Meinung der Arbeitnehmer zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen. Gegenstand diesmal: Braucht Bozen einen Flughafen?

31 Prozent der Südtiroler Arbeitnehmer sagen „Ja“: 11 Prozent seien laut AFI überzeugt, dass ein Flughafen in Bozen wichtig für den Tourismus sei. Weitere 10 Prozent geben an, dass ein Flughafen „vor Ort“ bequem sei, weil man nicht mehr auf Flughäfen in der Umgebung ausweichen müsse. 9 Prozent sehen im Bozner Flughafen laut Studie eine Aufwertung Südtirols als Wirtschaftsstandort. 

Auswirkungen auf Umwelt nur geringer Faktor für das Nein

Aber: 69 Prozent der Befragten sagen „Nein“ zum Flughafen in Bozen. Dabei stelle die relative Mehrheit der Arbeitnehmerschaft Sinnhaftigkeit und Nutzen des Vorhabens in Frage, zumal es mit Innsbruck, München und Verona bereits Flughäfen in der Umgebung gebe. Für 20 Prozent der Arbeitnehmer handle es sich schlichtweg um eine zu teure Investition. Nur 14 Prozent begründen ihre Ablehnung mit der zusätzlichen Umwelt- und Lärmbelastung.

„Auffallend ist das Stadt-Land-Gefälle“, stellt Irene Conte fest, die im Institut das AFI-Barometer betreut. „Während in den Städten die Befürworter den Spitzenwert von 37 Prozent erreichen, sagen auf dem Land nur 27 Prozten der Südtiroler Arbeitnehmer Ja zum Flughafen.“ Den höchsten Anteil an Befürwortern verzeichnet Bozen (42 Prozent), den geringsten das Überetsch/Unterland (25 Prozent) sowie das tourismusstarke Pustertal (23 Prozent).

stol

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