<b>von Micaela Taroni</b><BR /><BR />Seit 2016 haben die italienischen Kommunen 65.000 Mitarbeiter verloren. In dem neuen Vertrag für die Gemeinden, dessen Entwurf derzeit vom Wirtschaftsministerium geprüft wird, soll eine „Treueprämie“ eingeführt werden, die Gehaltserhöhungen für Mitarbeiter vorsieht, die mehre Jahre Berufserfahrung in derselben Kommune sammeln. <BR /><BR />Die Zahl der Kommunalbeamten ist von 467.397 im Jahr 2018 auf 403.633 im Jahr 2023 gesunken. Neu ist, dass nur wenige in den Ruhestand gegangen sind, die meisten haben sich für eine andere Stelle entschieden, fast immer in einer anderen öffentlichen Verwaltung, die das Personal besser bezahlt. Ein weiteres Problem ist die geringe Beteiligung an den von den Gemeinden ausgeschriebenen Auswahlverfahren.<BR /><BR />Nach Jahren der Personalkürzungen will die Regierung Meloni auch dank der im Konjunkturprogramm (PNRR) enthaltenen Gelder mehr Beamte anstellen, 148.000 Personen bis 2028 – pro Jahr. 90 Prozent dieser Stellen dienen dem Ersatz von Beamten, die wegen der Pensionierung oder aus anderen Gründen aus dem Beruf ausscheiden.