Am Dienstag haben Landesrat Roberto Bizzo, ein Unterstaatssekretär im Wirtschaftsministeriums und ein Vertreter des Untenrehmens MEMC in Rom ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet (STOL hat berichtet).Damit die MEMC künftig günstigen Strom vom europäischen Markt beziehen kann, wird eine eigene Stromleitung geschaffen. „Verzerrter Wettbewerb“Nötig wurde der Schritt aufgrund verschiedener Wettbewerbsbedingungen, die zwischen den beiden einzigen europäischen Siliziumherstellern, der MEMC und einem weiteren in Deutschland, herrschen: Der Strompreis ist in Italien nämlich weit höher als in Deutschland.„Der Wettbewerb ist deshalb ein verzerrter, das gestern in Rom unterzeichnete Abkommen soll einen Ausgleich schaffen und der MEMC die Chance geben, in Sinich wieder unter konkurrenzfähigen Bedingungen zu produzieren", erklärte Landesrat Roberto Bizzo am Mittwoch.Mit der Anbindung ans europäische Stromnetz „gleichen wir die Rahmenbedingungen an jene unseres Hauptkonkurrenten an", erklärte Claudio Pasolli, Direktor des MEMC-Werks in Sinich. Die MEMC stehe bereits in Verhandlungen mit allen Beteiligten.„Vorfinanzierung“ durch die SELDerzeit werden die Details mit dem staatlichen Stromnetzbetreiber Terna, mit der Tiroler Tiwag und mit der SEL geklärt, die der MEMC als Energiepartner zur Seite stehen wird.„Dank der Zusammenarbeit mit der SEL wird es auch möglich sein, die Vorteile des günstigeren Strombezugs bereits zu nutzen, bevor die eigentliche Leitung steht", betonte Bizzo.SEL werde demnach eine Art Vorfinanzierung leisten, der MEMC also bereits vorab Strom zu günstigen Preisen abtreten, die Gegenleistung erfolge wiederum, wenn die Leitung einmal stehe.Mehr günstiger StromLaut SEL-Präsident Wolfram Sparber müsse nicht die gesamte Kapazität der Leitung für die Deckung des Strombedarfs der MEMC genutzt werden.Deshalb könne der verbleibende importierte Strom über die SEL auch anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden.