Freitag, 02. Februar 2018

Mehr Konkurse in Südtirol

Im zweiten Halbjahr 2017 wurden in Südtirol 25 Konkurse eröffnet. Damit steigt die Anzahl der 2017 eröffneten Verfahren auf insgesamt 59 an. Laut Landesinstitut für Statistik ASTAT ist damit die Jahresgesamtzahl im Vergleich zum Vorjahr von 56 auf 59 um drei angemeldete Konkursverfahren angestiegen. Die am stärksten betroffenen Sektoren waren das Produzierende Gewerbe und das Baugewerbe.

Im zweiten Halbjahr 2017 wurden 25 Konkursverfahren eröffnet.
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Im zweiten Halbjahr 2017 wurden 25 Konkursverfahren eröffnet. - Foto: © shutterstock

Im 2. Halbjahr 2017 wurden in Südtirol 25 Konkursverfahren eröffnet. Die Jahresgesamtzahl beläuft sich auf 59 angemeldete Konkurse; das sind mehr als im Jahr 2016 (56 Konkurse). Es wurden 1,3 Verfahren je 1.000 Unternehmen verzeichnet. 

Am Bozner Landesgericht wurden im Jahr 2017 außerdem 7 Anträge auf Zulassung zum gerichtlichen Ausgleichsverfahren(1) gestellt. Ihre Zahl hat gegenüber dem Vorjahr (4 Anträge) zugenommen.

Grafik: Astat

Im produzierenden Gewerbe Anstieg der Konkurse

Nach einzelnen Wirtschaftsbereichen betrachtet, gibt es einen Anstieg von 10 auf 19 Konkurseröffnungen im Produzierenden Gewerbe, in allen anderen Wirtschaftsbereichen jedoch einem Rückgang: von 5 auf 3 eröffneten Konkursen im Gastgewerbe, von 14 auf 12 eröffneten Konkursen in den Sonstigen Dienstleistungen, von 13 auf 12 Konkurseröffnungen im Handel und von 14 auf 13 Konkurseröffnungen im Baugewerbe.

Stellt man die Konkursverfahren den aktiven Unternehmen (Stand: Jahr 2015) gegenüber, so sticht der Wert des Produzierenden Gewerbes hervor (6,1 Verfahren je 1.000 Unternehmen). Dieser ist fast doppelt so hoch als jener von 2016 (3,2 Verfahren je 1.000 Unternehmen). Es folgen das Baugewerbe mit 2,4 Verfahren je 1.000 Unternehmen und der Handel mit 1,5 Verfahren je 1.000 Unternehmen. 

Die Bezirksgemeinschaft Bozen verzeichnet die meisten eröffneten Konkursverfahren (16 Verfahren). Der Wert ist gegenüber 2016 gesunken (19 Verfahren). Das Pustertal verzeichnet einen Rückgang von 9 auf 5 Verfahren und das Überetsch-Südtiroler Unterland von 14 auf 9 Konkursverfahren.

Erwähnenswert ist der Anstieg der Konkursverfahren im Burggrafenamt, (von 3 auf 11 Verfahren) und im Eisacktal (von 3 auf 7 Verfahren). Das Wipptal und Eisacktal führen die Rangordnung der Konkursverfahren nach Anzahl der Unternehmen an.

Abgeschlossene Konkurse

Im Jahr 2016 wurden insgesamt 64 Konkurse abgeschlossen. Zu den einzelnen Verfahren wurden im Durchschnitt 36 Gläubiger zugelassen.

stol

stol