Dienstag, 26. September 2017

Mehr Schutz für Südtirols Schafe

Die Wölfe sind derzeit eine der größten Sorgen der heimischen Bauern. Vielfach wird gefordert, die Raubtiere abzuschießen. Doch bislang ist das nicht erlaubt. Wie aber kann der Bauer seine Tiere dann schützen? Welche Möglichkeiten gibt es und wo liegen ihre Vor- und Nachteile?

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Grauenhafte Bilder abgenagter Wolfsopfer haben es während der Almsaison regelmäßig in die Zeitungen und ins Fernsehen geschafft: ein Eselfohlen, von dem der Wolf nur mehr Kopf und Wirbelsäule übrig gelassen hatte, ein Kalb, das sein Besitzer mit zerfetzten Hinterläufen noch lebend fand, bevor er es von seinem Leiden erlösen konnte – aber vor allem tote Schafe. Sie sind während der Alpung auf der Alm besonders leichte Beute für Raubtiere. Die Besitzer leiden mit den Tieren mit – und haben obendrein noch den wirtschaftlichen Schaden.

Daher stellt sich die Frage, wie man die Weidetiere vor Wolfsangriffen schützen kann. In der Schweiz  setzt man schon seit längerem auf sogenannte Herdenschutzmaßnahmen. Gemeint ist damit der Bau von Wolfschutzzäunen sowie der Einsatz von Hirten und Herdenschutzhunden oder auch Lamas. Denn auch die Eidgenossen haben man vor geraumer Zeit unliebsame Bekanntschaft mit dem Wolf gemacht – und reagiert. Lebten bis vor 20 Jahren Schafe frei auf der Alm und wurden nicht behirtet, sind heute 2 Drittel in kontrollierter Haltung.

Das Problem: All diese Herdenschutzmaßnahmen  haben nicht  nur Vorteile. „Alle Almen präventiv einzuzäunen, das kann sich ja kein Privater leisten“, gibt etwa der Direktor des Südtiroler Bauernbundes, Siegfried  Rinner, zube denken. Er sieht in solchen Maßnahmen daher nur kurzfristig eine Lösung. Mittelfristig müsse der Alpenraum wolffrei werden, fordert der Verband.

Welche Erfahrungen man in der Schweiz mit den einzelnen Maßnahmen gemacht hat, wo der Haken bei der Umsetzung liegen kann und weshalb Experten eine europäische Lösung fordern, lesen Sie im aktuellen „WIKU“, Beilage der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

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stol