Donnerstag, 24. Januar 2019

Mehrere Interessenten für Italiens Krisenbank Carige

Mehrere Geldhäuser sind an der Übernahme der italienischen Krisenbank Carige interessiert. Bevor die Bank verkauft werden könne, müsse zuvor jedoch ein Sanierungsplan vorgelegt werden, sagte der neuernannte Sonderkommissar des Geldhauses, Raffaele Lener, laut der Mailänder Wirtschaftszeitung „Sole 24 Ore“ (Donnerstagsausgabe).

Mehrere Geldhäuser sind an der Übernahme der italienischen Krisenbank Carige interessiert.
Mehrere Geldhäuser sind an der Übernahme der italienischen Krisenbank Carige interessiert. - Foto: © shutterstock

Der neue Plan soll im Februar vorgestellt werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte Italiens zehntgrößtes Geldhaus in der vergangenen Woche unter Zwangsverwaltung gestellt. Zuvor war eine geplante 400 Mio. Euro schwere Kapitalerhöhung am Widerstand eines Großaktionärs gescheitert. Drei Sonderkommissare, darunter Lener, haben seitdem die Verwaltung der Bank übernommen.

„Unsere Aufgabe ist es, eine Marktlösung zu finden. Wir sind nicht hier, um die Bank zu verstaatlichen. Unser Ziel ist es, die Bank neu zu organisieren und einen Entwicklungsplan zu entwerfen“, so Lener. Gesucht werde auch nach Lösungen für den Verkauf von Cariges notleidenden Krediten.

Carige hat staatliche Garantien für neue Anleihen beantragt. Die italienische Regierung war der Bank kürzlich zur Seite gesprungen, indem sie ein Dekret verabschiedete, wonach der Staat für neue Anleihen Garantien übernehmen kann. Carige könnte bis zu 3 Mrd. Euro über die Ausgabe staatlich garantierter Schuldtitel einsammeln.

apa

stol