Mittwoch, 24. August 2016

Memc muss bei Solland Silicon aushelfen

Wäre die Solland Silicon ein unkontrollierbarer Güterzug mit hochgiftigem Gefahrengut, dann hat Landeshauptmann Arno Kompatscher nun die Notbremse gezogen.

Seit geraumer Zeit immer wieder in den Schlagzeilen: der Krisenbetrieb Solland Silicon in Sinich.
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Seit geraumer Zeit immer wieder in den Schlagzeilen: der Krisenbetrieb Solland Silicon in Sinich. - Foto: © D

Am Mittwoch trafen Präfektin Elisabetta Margiacchi, Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrätin Martha Stocker die Arbeitervertreter für Gesundheit und Sicherheit der Solland Silicon GmbH. Die Arbeitervertreter hatten Margiacchi um ein Gespräch gebeten.

Regierungskommissariat und Land wollen die Schwierigkeiten des Krisenbetriebs in Sinich lösen. So wolle man die Sicherheit der Arbeiter von Solland Silicon gewährleisten, ebenso die öffentliche Unversehrtheit. Arbeitsplätze sollten erhalten werden, mit dem Ziel den Wert der Anlagen zu bewahren. Und, nicht zuletzt, sei der Betriebseigentümer mehrfach aufgefordert worden, die eigenen Pflichten zu erfüllen, heißt es in einer Aussendung des Landes.

Der Landeshauptmann erklärte zudem, er habe eine Dringlichkeitsmaßnahme bei Gefahr in Verzug erlassen. Und: Kompatscher ordnete der angrenzenden Gesellschaft Memc an, für den „reibungslosen Ablauf des internen und externen Notfallplanes im Werk der Solland Silicon GmbH zu sorgen und dabei das notwendige Personal einzusetzen“. Die Maßnahme gilt ab sofort und für 90 Tage.

Mit diesem Zug soll die notwendige Sicherheit der Anlage und der Erhalt derselben in einem guten Zustand gewährleistet werden. Dadurch soll die Anlage ihren Marktwert bewahren und somit die Arbeitsplätze erhalten und sichern.

stol

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