Die Senkung der Stromkosten sei die Voraussetzung, um die Produktion in Sinich wieder aufnehmen zu können, so Wachnowsky beim Treffen, bei dem auch Landesrat Roberto Bizzo, der Präsident von MEMC Italien, Mauro Pedrotti, und der Direktor des Meraner MEMC-Ablegers, Claudio Pasolli, dabei waren. Für Durnwalder war das heutige Treffen längst überfällig.„Schon seit geraumer Zeit haben wir das Gespräch mit der Konzernspitze gesucht, um direkt aus dem Mund der Konzernspitze zu erfahren, welche Rolle das Werk in Sinich in der künftigen Konzernstrategie spielt. Schließlich haben wir uns in den vergangenen Monaten mit all den uns zur Verfügung stehenden Mitteln um den Erhalt der Arbeitsplätze eingesetzt.“Wachnowsky bedankte sich bei Durnwalder und Bizzo für die Bemühungen zur Senkung des Strompreises und betonte, dass die MEMC die Produktion wieder aufnehmen könne, wenn die im Dekret der Regierung Monti vorgesehenen Steuererleichterungen in Kraft treten und die MEMC ihre Siliziumprodukte wieder zu marktfähigen Preisen herstellen könne. „Wachnowsky hat uns erklärt, dass der gesamte Konzern umstrukturiert werde, dass aber unter dem Licht der jüngsten Maßnahmen das Werk in Sinich bestehen bleibt“, so Durnwalder.Neben den Bemühungen von Land, Staat und Unternehmen um niedrigere Energiekosten verhandelt MEMC derzeit auch mit dem Spezialchemiehersteller Evonik um bessere Konditionen. In der Zwischenzeit greifen für die Arbeiter und Angestellten des Sinicher Werkes noch die Lohnausgleichsmaßnahmen. Bis diese Auslaufen soll die Produktion wieder anlaufen. „Die Landesregierung und das Unternehmen werden alles tun, damit niemand arbeitslos wird. Darin waren wir uns einig. Sollte es notwendig sein, werden wir auch Umschulungs- und Spezialisierungskurse anbieten“, erklärte der Landeshauptmann im Anschluss an das Treffen mit dem Industrieunternehmen.