In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin plädierte die Kanzlerin dafür, die EU-Verträge so zu korrigieren, dass eine Stabilitätskontrolle samt Klagerecht von EU-Kommission und Mitgliedstaaten vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) möglich ist.Sie forderte schnelle Entscheidungen. „Diese Schwachstellen müssen wir jetzt beseitigen und dürfen uns dabei nicht allzu viel Zeit lassen.“Der Euro sei weit mehr als eine Währung. „Er steht für die Einigungsidee Europas.“Die permanente Verletzung der Stabilitätsregeln in einem Land stelle für alle anderen eine Gefahr dar, erläuterte Merkel. Auf die Frage, ob der europäische Frieden in Gefahr sei, antwortete sie: „Wir alle in Europa sind in einer sehr schwierigen Situation.“Nötig sei Verlässlichkeit. „Vertrauen ist in der derzeitigen Situation eine rare Münze. Wir brauchen mehr davon.“Merkel sagte: „Die gemeinsamen Verabredungen des Stabilitäts- und Wachstumspakts schützen uns alle. Wenn sie nicht eingehalten werden, muss eine europäischen Institution das Recht haben, auf einen beanstandeten nationalen Haushalt durchgreifen zu können.“EU-Kommission oder ein Mitgliedstaat müssten ein Land beim Europäischen Gerichtshof verklagen können.apa/dpa/reuters