Doch was kostet ein Besuch in einem der wenigen Lokale, die diesen Status innehaben? Ein genauerer Blick zeigt: Es sind Summen, die Respekt einflößen – und gleichzeitig die Nachfrage kaum bremsen.<h3>Ein Abend für zwei für über 1000 Euro</h3>In Italien gibt es nur 15 Restaurants mit drei Sternen. Das international wohl bekannteste darunter ist die „Osteria Francescana“ von Massimo Bottura in Modena – mehrfach zum besten Restaurant der Welt gekürt und seit über zehn Jahren ununterbrochen mit drei Sternen dekoriert. Einen Tisch dort zu bekommen, ist besonders an Wochenenden ein Geduldsspiel. Wer es schafft, zahlt 350 Euro für das Degustationsmenü plus 240 Euro für die Weinbegleitung – pro Person. Macht in Summe 590 Euro, für zwei Gäste also 1180 Euro. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1241085_image" /></div> <BR /><BR />Für viele Genussfans fühlt sich ein solcher Abend an wie ein Kurzurlaub – und ist ihnen auch genau so viel wert. Geschätzt werden die Kreativität, die Präzision und die außergewöhnliche Atmosphäre, die Botturas Team liefert.<BR /><BR />Ganz ähnlich sieht es im einzigen Südtiroler Drei-Sterne-Lokal aus: Im Atelier Moessmer von Norbert Niederkofler liegt das Menü bei 320 Euro, die Weinbegleitung bei 220 Euro. Damit kostet ein Abend 540 Euro pro Person, 1080 Euro für zwei. Auch das klingt nach Luxus – weltweit liegen diese Preise aber eher im Mittelfeld: Im „Masa“ in New York etwa beginnt das Menü bei über 800 Euro pro Gast, Weine nicht eingerechnet.<h3>Darum sind drei Sterne so teuer</h3>Doch warum ist ein Abend im Drei-Sterne-Restaurant überhaupt so teuer? Zum einen wegen der Zutaten: Es werden nur erstklassige, oft knappe Produkte verwendet, die schon im Einkauf kostspielig sind. Dazu kommt der enorme Arbeitsaufwand – viele Köche, unzählige Handgriffe, stundenlange Vorbereitung für jeden einzelnen Gang. Auch hochwertiger Service, besondere Räumlichkeiten, der Energiebedarf und die begrenzte Anzahl an Tischen schlagen sich nieder. Und natürlich spielt auch die Nachfrage eine Rolle: Wo Plätze rar sind und internationale Gäste regelrecht Schlange stehen, steigen die Preise naturgemäß.<BR /><BR />Wie man’s am Ende betrachtet, bleibt Geschmackssache: Teuer ist nicht nur eine Frage des Geldbeutels, sondern des Blickwinkels und Ergebnis einer Entscheidung, wofür man sein Geld am liebsten ausgibt. Für manche ist ein Drei-Sterne-Menü ein besonderes Erlebnis – ein Abend, der lange nachhallt. Und genau deshalb jeden einzelnen Cent wert.