„Es ist ein historischer Moment“, sagte Mila-Obmann Joachim Reinalter auf einer gemeinsamen Pressekonferenz nach der Abstimmung. „Es handelt sich um keine Übernahme, sondern um einen Zusammenschluss auf Augenhöhe.“ Sein Obmann-Kollege Klaus Faller vom Milchhof Brixen sprach ebenfalls von einem „klaren Auftrag der Mitglieder, künftig einen gemeinsamen Weg zu gehen“. Der Zusammenschluss sei ein Gewinn für alle.<BR /><BR />Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher lobte die Vorgehensweise beider Genossenschaften: „Nie hatte man das Gefühl, dass einer den anderen überrumpeln wollte. Beide waren mit derselben Geschwindigkeit unterwegs. Zudem hat man gegenüber Mitgliedern und Mitarbeitern immer klar und transparent kommuniziert.“ Für Walcher kommt die Fusion genau zum richtigen Zeitpunkt: „Die Welt wird immer komplexer, die Herausforderungen, darunter der Preisdruck, nehmen zu. Ich bin überzeugt, dass die gemeinsame Zukunft auch eine erfolgreiche sein wird.“ Die anwesende Sennereiverbands-Direktorin Annemarie Kaser sprach von einem „zukunftsweisenden Schritt für die Südtiroler Milchwirtschaft“. <h3> Beeindruckende Zahlen</h3>Der künftige „Milchhof Südtirol“ wird über 3.000 Mitglieder zählen, rund drei Viertel der heimischen Milchmenge verarbeiten und auf einen Jahresumsatz von knapp 500 Millionen Euro kommen.<BR /><BR />Die Produktmarken Mila und Brimi sollen vorerst bestehen bleiben, gleichzeitig wird an einer neuen gemeinsamen Absendermarke gearbeitet. Ende 2026 soll der Milchhof Südtirol offiziell gegründet werden, Anfang 2027 folgt die Neuwahl des Verwaltungsrates. Vorgesehen ist ein gemeinsames Management mit Matthias Baumgartner (Bergmilch) und Martin Mair (Milchhof Brixen) in unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen. <BR /><BR />Einen Stellenabbau werde es laut den Verantwortlichen nicht geben. Auch die Standorte Bozen, Brixen und Bruneck sollen erhalten bleiben.