Mittwoch, 25. Januar 2017

Milchwirtschaft: Regionalität als Mehrwert

Von Biomilch bis Zusammenarbeit: Der Milchsektor war am Mittwoch Thema eines Treffens von Landesrat Schuler mit den Obmännern der Milchhöfe Südtirols.

Von Biomilch bis Zusammenarbeit: Der Milchsektor war am Mittwoch Thema eines Treffens von Landesrat Schuler mit den Obmännern der Milchhöfe Südtirols.
Badge Local
Von Biomilch bis Zusammenarbeit: Der Milchsektor war am Mittwoch Thema eines Treffens von Landesrat Schuler mit den Obmännern der Milchhöfe Südtirols. - Foto: © LPA

Schwerpunktthemen der Aussprache waren Produktion und Zusammenarbeit: "Nur durch ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen", wandte sich Landesrat Schuler an die Vertreter der Milchhöfe, "kann es gelingen, den im europäischen Vergleich guten Milchpreis zu halten und zukunftsfähige innovative Konzepte zu entwickeln". Der Milchpreis in Südtirol hat sich dank der hervorragenden Arbeit der Genossenschaften gut entwickelt.

"Nun gilt es, die Chance zu ergreifen, das Regionale als Mehrwert zu sehen", appellierte der Landesrat an die Verantwortlichen des Milchektors und sprach sich für eine nachhaltige Bewirtschaftung und Produktion aus.

Diskussion unter Experten

Neben Sennereiverbandsobmann Joachim Reinalter und Sennereiverbandsdirektorin Annemarie Kaser nahmen die Obmänner der Milchhöfe zwischen Burgeis und Sexten an der Aussprache mit Agrarlandesrat Arnold Schuler teil; zudem diskutierten Professor Matthias Gauly von der Fakultät für Agrarwissenschaften an der Freien Universität Bozen sowie der scheidende Direktor der Abteilung Landwirtschaft Martin Pazeller und der Direktor des Amtes für Viehzucht Norbert Zenleser sowie Laimburg-Direktor Michael Oberhuber und Angelo Zanella und Giovanni Peratoner vom Institut für Berglandwirtschaft und Lebensmitteltechnologie am Versuchszentrum Laimburg.

Biomilch und Heumilch zeichnen Südtirol aus

"Wir müssen", führte Agrarwissenschaftler Gauly aus, "mit dem, was wir erzeugen, noch unabhängiger vom europäischen und vom Weltmarkt werden". Biomilch und Heumilch, also silagefreie Milch, seien Konzepte, die Südtirol auszeichnen.

Einsatz und Quantität von Kraftfutter seien zu überdenken. "Die Milchkrise kann und muss für Südtirol die Chance sein", unterstrich auch Abteilungsdirektor Pazeller. Die Südtiroler Milchwirtschaft befinde sich an einem Wendepunkt, wies Sennereiverbandsobmann Reinalter hin; gerade deshalb seien Treffen wie dieses von grundlegender Bedeutung für eine verstärkte Zusammenarbeit im Sinne von Qualität und Wert der Südtiroler Milch.

Südtiroler Milchwirtschaft befindet sich an Wendepunkt

Der Felsenkeller der Laimburg, wies Landesrat Schuler bei der abschließenden Besichtigung hin, soll im Zuge der Reorganisation zu einem Zentrum nicht nur der Weinproduktion, sondern der Lebensmittelproduktion allgemein werden.

lpa/stol

stol