Montag, 09. Januar 2017

Milliardeninvestition: Fiat Chrysler verspricht 2000 US-Jobs

Der Autokonzern Fiat Chrysler will in großem Stil in die US-Traditionsmarke Jeep investieren und so bis 2020 rund 2000 Jobs in den Vereinigten Staaten schaffen. Das italienisch-amerikanische Unternehmen kündigte am Sonntag an, eine Milliarde Dollar (944,38 Mio. Euro) in zwei Werke in den US-Bundesstaaten Michigan und Ohio zu stecken.

Der Autokonzern Fiat Chrysler will in großem Stil in die US-Traditionsmarke Jeep investieren und so rund 2000 Jobs in den Vereinigten Staaten schaffen.
Der Autokonzern Fiat Chrysler will in großem Stil in die US-Traditionsmarke Jeep investieren und so rund 2000 Jobs in den Vereinigten Staaten schaffen. - Foto: © APA/DPA

Fiat Chrysler erklärte am Vorabend der wichtigsten US-Automesse in Detroit, man wolle mit der Investitionsoffensive unter anderem den Jeep Wagoneer wiederbeleben – einen Klassiker, dessen Produktion 1991 eingestellt worden ist. Der Ausbau der Fabriken in Warren, (Michigan) und Toledo (Ohio) soll die Produktion zweier neuer SUVs und bisher in Mexiko gefertigter Pick-up-Trucks der Marke Ram ermöglichen.

Trump droht mit Strafzöllen

Die Entscheidung folgt auf eine aggressive Kampagne des künftigen US-Präsidenten Donald Trump, der mehr Jobs für die US-Industrie fordert. Trump hatte große Autobauer wie General Motors und Toyota zuletzt heftig für die Produktion im Niedriglohnland Mexiko kritisiert und mit hohen Strafzöllen gedroht.

Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne betonte jedoch, dass der Schritt schon länger diskutiert worden sei. Bereits im Juli 2016 hatte der Konzern andere US-Investitionen im Wert von über 2,5 Mrd. Dollar (2,36 Mrd. Euro) angekündigt. Die Umrüstungen der US-Fabriken sind Teil einer großangelegten Umstrukturierung, die bereits nach der Insolvenz im Zuge der Finanzkrise 2009 beschlossen worden ist.

Ford streicht Pläne für Mexiko

Am vergangenen Dienstag hatte bereits der zweitgrößte US-Autobauer Ford angekündigt, 700 Mio. Dollar in eine bestehende US-Fabrik in Michigan zu investieren und so rund 700 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zugleich wurden nach andauernder Kritik von Trump Pläne für ein 1,6 Mrd. Dollar teures Werk in Mexiko gestrichen. Ford-Chef Mark Fields stritt jedoch ab, damit dem Druck Trumps nachgegeben zu haben. Ausschlaggebend seien wirtschaftliche Faktoren gewesen.

apa/dpa

stol