Das Bozner Unternehmen Technoalpin hat sich einen Großteil der internationalen Ausschreibungen für die Beschneiung der olympischen Wettkampfstätten gesichert. In Bormio, Austragungsort der alpinen Speedbewerbe, wurden für die Abfahrtsstrecke rund 80 Schneeerzeuger sowie zwei leistungsstarke Pumpstationen installiert.<BR /><BR />Anspruchsvoll waren die Arbeiten in Livigno, wo Freestyle- und Snowboardbewerbe stattfinden. Für die Halfpipe und weitere Anlagen sind große Schneemengen erforderlich. Dafür wurde nicht nur die gesamte Beschneiungsanlage neu errichtet, sondern auch einer der größten Speicherseen Italiens gebaut. An den Infrastrukturarbeiten in Livigno beteiligt war auch das Prader Bauunternehmen Mair Josef.<BR /><BR />In Antholz, Tesero und Cortina d’Ampezzo wurden bestehende Beschneiungsanlagen modernisiert oder erneuert. Insgesamt realisierte Technoalpin im Rahmen der Olympischen Winterspiele Projekte mit einem Volumen von rund 30 Millionen Euro – und darf sich noch dazu offiziell Olympia-Partner nennen. <h3> Weltpremiere auf Eis</h3>Eine besondere Aufgabe übernahm Intercom Dr. Leitner aus Freienfeld: Erstmals wurde bei Olympischen Spielen eine komplette 400-Meter-Eisschnelllaufbahn als mobiles System in Wettkampfqualität realisiert. Dazu kommt – über die Marke Realice – Eistechnik für insgesamt acht Eis-Arenen in Mailand, vom Eishockey bis zum Curling. <BR /><BR />Die Anforderungen könnten unterschiedlicher kaum sein: Härtegrad, Temperaturstabilität und Wasserqualität müssen je nach Disziplin exakt passen, die Systeme müssen von Training bis Finale durchgehend fehlerfrei laufen.<BR /><BR />Für die Bobbahn in Cortina d’Ampezzo kommt Spezialtechnik aus Vahrn zum Einsatz: Engo lieferte eine Eisbearbeitungsmaschine, die speziell für die Präparation des sensiblen Startbereichs entwickelt wurde. Engo ist seit über 40 Jahren auf Maschinen für Eisflächen und Bandensysteme spezialisiert – bei Olympia kann diese Präzision über Hundertstelsekunden entscheiden.<h3> Aufzug für Athleten</h3>Know-how aus Sterzing steckt in Predazzo (Fleimstal): Leitner, Teil der HTI-Gruppe, realisierte dort einen Schrägaufzug („IE20 Predazzo“) zur Skisprungschanze. Die Bahn führt über zwei Zwischenhalte vom Aufsprungbereich bis zum Turm, bewältigt knapp 250 Meter Strecke und über 100 Höhenmeter; die Kabine fasst 20 Personen. Parallel dazu modernisierte Demaclenko – ebenfalls HTI - im selben Auftrag die Beschneiungsanlage des Skisprungstadions – samt erneuerter Wasserfassung, Pumpstation und neun Schneeerzeugern, eingebunden in die Steuerungssoftware „Snowvisual“.<h3> Kräne und Container</h3>Auch Niederstätter aus Atzwang ist Teil der Arbeiten rund um Olympia 2026. Das Unternehmen lieferte sechs Kräne für den Bau der Eishockey-Halle in Mailand sowie drei weitere für die Baustelle der Skisprungschanze in Predazzo. In Antholz werden zudem rund 100 Container des Unternehmens als Unterkünfte genutzt. Am Ausbau des Biathlonzentrums in Antholz war bekanntlich Unionbau aus Sand in Taufers, eines der größten hiesigen Bauunternehmen, maßgeblich beteiligt.<BR /><BR />Der Überblick zeigt exemplarisch, welchen Beitrag Südtiroler Unternehmen zu den Winterspielen leisten. Daneben sind zahlreiche weitere Betriebe – oft im Hintergrund und in unterschiedlichen Rollen – in Planung, Umsetzung und laufendem Betrieb eingebunden.