450 Millionen Euro schwer ist das <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/das-steckt-im-500-millionen-euro-paket-des-landes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">heute offiziell vorgestellte Landes-Hilfspaket</a>, 380 Millionen davon sind für die Wirtschaft reserviert. So reagieren die Wirtschaftsverbände auf das Maßnahmenbündel. <BR /><BR /><BR /><i>Von Arnold Sorg und Rainer Hilpold</i><BR /><BR /><BR /><BR />„Wir müssen bedenken, dass das Gastgewerbe pro Tag Umsatzausfälle von 18 Millionen Euro hinnehmen muss“, sagt der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), Manfred Pinzger. Berechnungen zufolge beträgt der bislang entgangene Verlust im Beherbergungs- und Gastronomiesektor rund 1,5 Milliarden Euro. „Von daher ist dieses Hilfspaket mit 380 Millionen Euro sicherlich unzureichend“, sagt Pinzger. Diese Beiträge seien aber zumindest eine erste Hilfe für die Betriebe, die teilweise um ihre Existenzen bangen. Auf lange Sicht würden diese Hilfen aber nicht ausreichen, so Pinzger.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-48145201_quote" /><BR /><BR /><BR />Philipp Moser, Präsident des Handels- und Dienstleistungsverbandes (hds), zeigt sich grundsätzlich zufrieden mit den geplanten Hilfen. „Die Details gilt es nun, gemeinsam festzulegen.“ Kopfzerbrechen bereite ihm der Umstand, dass die Verlustbeiträge erst im Mai ausbezahlt werden könnten: „Das ist für viele Betriebe im Handel zu spät. Manche wissen nicht, wie sie ihre Fixkosten decken sollen. Sofern es die Infektionslage irgendwie zulässt, sollte alles daran gesetzt werden, Öffnungen ab Mitte März wieder zuzulassen. So würde man den Betrieben wenigstens die Gelegenheit geben, ihre Liquidität zu sichern, bis die Hilfsgelder eintreffen.“<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-48145206_quote" /><BR /><BR /><BR />Es sei wichtig, dass es nun Hilfen geben für die Betriebe, sagt lvh-Präsident Martin Haller. Wichtig sei, dass die Auszahlung nun sehr schnell erfolge. „Wenn die Betriebe weitere 3 Monate auf die Gelder warten müssen, dann geht es bei vielen um die Existenz“, so Haller. Zudem fordert der lvh-Präsident, dass für die Verlustbeiträge nicht nur Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeitern ansuchen dürfen, sondern Betriebe bis zu 9 Mitarbeitern, oder dass man die Mitarbeiter-Grenze überhaupt wegfallen lasse. „Das Um und Auf jedoch ist, dass die Hilfe schnell und unbürokratisch kommt“, so Haller. <BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-48145291_quote" /><BR /><BR /><BR />„Wir sind froh, dass dieses Hilfspaket nun endlich kommen soll“, sagt Federico Giudiceandrea, Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol. „Ursprünglich angekündigt waren zwar 2 Milliarden Euro, jetzt ist es wesentlich weniger, aber immerhin etwas. Er wünscht sich, dass die Gelder etwas Druck von den Schultern der Betriebe nehmen. „Die Industrie zählt nicht zu den Hauptbetroffenen in dieser Krise, aber wir wissen, wie eng verzahnt die einzelnen Sektoren in Südtirol sind und wie wichtig etwa der Tourismus auch für andere Branchen in Südtirol ist.“ Das Ziel müsse es sein, zu verhindern, dass Betriebe wegen Corona sterben.<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-48145296_quote" /><BR /><BR /><BR />„380 Millionen plus 70 Reserve: Nun gut, das ist ok, mehr finanziellen Spielraum hat das Land nicht“, so Peter Gliera, Präsident der Vereinigung Südtiroler Freiberufler (VSF). Die Hilfen seien nicht nur eine monetäre, sondern auch eine moralische Unterstützung für viele Betriebe und Freiberufler. „Nun müssen die Kriterien so ausgestaltet werden, dass es nicht wie im Frühjahr 2020 zu Ungerechtigkeiten kommt.“ Zum Beispiel müsste bei den Verlustbeiträgen für Einzelunternehmer das gesamte Einkommen herangezogen werden und nicht nur jenes aus seiner freiberuflichen Tätigkeit. Schlupflöcher wie dieses sollten geschlossen werden.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />