Donnerstag, 10. September 2020

Minus 21 Prozent für Südtiroler Export

Im 2. Trimester 2020 ist der Südtiroler Export im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent gesunken. Ein mehr als deutlicher Rückgang, zumal in den Jahren davor ein stetiges Wachstum zu verzeichnen war. Der Unternehmerverband fordert die Unterstützung für international ausgerichtete Unternehmen.

Laut Unternehmerverband brauche es unter anderem einen Sonderplan zur Unterstützung des „Made in Südtirol“ im Ausland.
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Laut Unternehmerverband brauche es unter anderem einen Sonderplan zur Unterstützung des „Made in Südtirol“ im Ausland. - Foto: © Shutterstock / Siwakorn1933
„Der Lockdown zuerst und die anschließenden zahlreichen Einschränkungen für die internationale Mobilität haben den stark international ausgerichteten Unternehmen schwer zugesetzt: es braucht dringend Maßnahmen zur Wiederbelebung des Exports, denn es sind genau diese Unternehmen, die die höchsten Investitionen in Innovation tätigen sowie sichere und überdurchschnittlich gut bezahlte Arbeitsplätze bieten“, so der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Federico Giudiceandrea.


Im Vergleich zu anderen Regionen Italiens ist der Exportrückgang in Südtirol geringer: „Dies zeigt, wie reaktionsstark unsere Unternehmen sind. Ihre Antwort auf die Corona-Krise war außergewöhnlich und muss auch von der Politik anerkannt werden. Wie wir in dem gemeinsam mit den Gewerkschaften unterzeichneten Dokument vorgeschlagen haben, braucht es einen Sonderplan zur Unterstützung des „Made in Südtirol“ im Ausland. Konkret haben wir eine Kampagne der IDM Südtirol vorgeschlagen, zugunsten jener Sektoren, die am stärksten dem internationalen Konkurrenzdruck ausgeliefert sind, wie Automotive, Lebensmittel, Anlagenbau und alpine Technologien sowie eine außerordentliche Dotierung für einen „Exportfonds“ zur Unterstützung von Initiativen für die Internationalisierung, wie z.B. die Teilnahme an virtuellen Messen“, erklärt Giudiceandrea.


Der Präsident des Unternehmerverbandes fordert zudem weniger einschränkende Regeln für berufliche Reisen. „Die derzeit gültigen Vorschriften sorgen für große Probleme hinsichtlich beruflicher Reisen ins Ausland von einer Dauer von mehr als 120 Stunden sowie bei der Rückkehr des Personals von einer Urlaubsreise, meistens in das eigene Heimatland. Wir sind bereit, uns mit der Politik und den Sanitätsbehörden auszutauschen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen, so wie dies auch für andere Wirtschaftssektoren mit starken Verbindungen mit dem Ausland, wie Tourismus oder Landwirtschaft, gemacht wurde.“

stol