Die Summe sprang von 399 Millionen Euro am Mittwoch auf knapp 3,4 Milliarden Euro. Damit liegen die Ausleihungen so hoch wie zuletzt am 10. August. Die Einlagen der Geschäftsbanken bei der EZB stiegen ebenfalls von 75,5 Mrd. auf knapp 87 Mrd. Euro.Normalerweise leihen sich die Banken nur ungern kurzfristige Mittel bei der Notenbank, da sie dafür einen hohen Zins von derzeit 2,25 Prozent zahlen müssen. Für die Einlagen erhalten die Banken hingegen einen nur geringen Zins von aktuell 0,75 Prozent. Kurzfristige Mittel leihen sich die Banken normalerweise lieber untereinander zu günstigeren Konditionen am sogenannten Interbankenmarkt aus.Die Zentralbank bekräftigte zudem ihre skeptische Sicht auf die Konjunktur im Euro-Raum. Die Risiken für das Wachstum hätten sich verstärkt und seien nach unten gerichtet, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht der Notenbank. Begründet wird die pessimistischere Haltung unter anderem mit den Turbulenzen an den Finanzmärkten und der damit verbundenen hohen Unsicherheit. Die mittelfristigen Inflationsgefahren beurteilt die EZB unterdessen ausgeglichen und zeigt sich damit etwas zuversichtlicher als bisher. Viele Beobachter rechnen mit einer längeren Zinspause. apa/dpa