<BR />Mit der Rente ist es so eine Sache: Die einen sehnen sie herbei und nutzen die erstbeste günstige Möglichkeit, um sich aus der Arbeitswelt zu verabschieden, andere können sich hingegen ein Leben ohne ihren Beruf gar nicht vorstellen. <h3> Wann kann man überhaupt in Rente gehen?</h3>Tatsache ist: Das gesetzliche Renteneintrittsalter liegt in Italien bei 67 Jahren. <BR /><BR />Wer ausreichend Beitragsjahre beisammen hat, kann allerdings auch schon vorher mit der vorzeitigen Altersrente aus dem Erwerbsleben ausscheiden – dafür muss man als Frau 41 Jahre und 10 Monate lang Rentenversicherungsbeiträge eingezahlt haben, als Mann 42 Jahre und 10 Monate. Daneben gibt es noch einige Möglichkeiten der Frühpensionierung, die berühmte Quote 103 etwa. <h3> Wichtigster Aspekt: der Lohn</h3>Aber wie möglich und wünschenswert ist es für die Südtiroler Arbeitnehmer, ihren Job noch im fortgeschrittenen Erwerbsalter auszuüben? Auch dann, wenn sie eigentlich schon in Rente gehen könnten?<BR /><BR />Das wollte das Arbeitsförderungsinstitut (Afi) wissen und hat gefragt, für wie wahrscheinlich es die Beschäftigten halten, auch mit 65 ihren derzeitigen Beruf ausüben zu können.<BR /><BR />Ergebnis: 3 von 4 Arbeitnehmern sind der Meinung, dass sie auch mit 65 Jahren noch ihrer jetzigen Arbeit nachgehen könnten. Vor allem, wenn das Gehalt stimmt. <BR /><BR />„Der wirksamste Anreiz ist und bleibt wirtschaftlicher Natur: 90 Prozent der Befragten geben an, dass die Aussicht auf eine ansprechende Entlohnung ein ,eher' (59 Prozent) oder sogar ,sehr' (31 Prozent) wichtiger Faktor für ihre Entscheidung wäre, ihren derzeitigen Beruf weiter auszuüben“, schreibt das Afi.<h3> Weniger Stress, weniger Stunden</h3>Eine weitere wichtige Voraussetzung für viele: weniger Stress. 50 Prozent der Befragten bezeichneten das als „sehr wichtig“ und 37 Prozent als „eher wichtig“, um bis 65 im Job zu bleiben. Oft genannt wurde zudem die Reduzierung der körperlichen Belastungen. <BR /><BR />„Auch eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit (zum Beispiel über Teilzeit oder auf eine 4-Tage-Woche), im besten Fall kombiniert mit entsprechender Flexibilität, scheint die Chancen zu steigern, Mitarbeiter noch bis 65 im Betrieb zu halten, selbst wenn diese bereits die Voraussetzungen für den Renteneintritt erfüllen“, betont das Afi. <h3> Für 26 Prozent ist die Belastung zu hoch</h3><BR />Ein Viertel der Befragten gab allerdings auch an, es sich nicht vorstellen zu können, mit 65 noch den aktuellen Beruf auszuüben: 18 Prozent der Befragten halten dies für „eher unwahrscheinlich“ und 8 Prozent für „sehr unwahrscheinlich“. Vor allem weil die körperlichen und physischen Belastungen zu hoch seien, so die Befragten. <BR /><BR />„Dies überrascht nicht, listet doch selbst der italienische Gesetzgeber eine ganze Reihe von Berufen auf, die als körperlich bzw. psychisch besonders belastend gelten“, erklärt das Afi. Darunter fallen beispielsweise Pflegeberufe, Nacht- und Turnusarbeit, die Arbeit bei extremen Temperaturen, aber auch Berufe wie Lkw- und Busfahrer.