Mittwoch, 22. Juni 2016

Mitsubishi rechnet mit Milliardenverlust

Der Skandal um manipulierte Verbrauchswerte trägt dem japanischen Autobauer Mitsubishi Motors einen Milliardenverlust ein.

Foto: © LaPresse

Diese Prognose gab Mitsubishi am Mittwoch. Demnach wird im laufenden Geschäftsjahr (bis Ende März) unter dem Strich ein Nettoverlust von 145 Milliarden Yen (derzeit knapp 1,3 Mrd Euro) stehen, nach einem Plus von 72,6 Milliarden Yen im Vorjahr. Es wären die ersten roten Zahlen bei Mitsubishi seit acht Jahren.

Bei dem Skandal geht es um Kleinstwagen. Dabei sind nach jüngsten Angaben weit mehr Modelle betroffen als zunächst gedacht. Wie der Konzern in der vorigen Woche mitteilte, wurden Manipulationen an 20 Modellen vorgenommen, die in den vergangenen zehn Jahren verkauft wurden.

Mitsubishi hatte im April gestanden, unzulässige Testmethoden angewandt und in manchen Fällen Daten benutzt zu haben, ohne dafür Tests durchzuführen. Doch war anfangs von nur vier Modellen die Rede gewesen – zwei davon Modelle, die für Nissan Motor gebaut wurden.

dpa

stol