<b>Von Herbert Taschler</b><BR /><BR />„Es war Liebe auf den ersten Blick“, erzählen Karoline und Julia Walch von dem Moment, als sie 2016 die Weinberge am Fuße des Monte Calision entdeckt haben. „Wir hatten das Gefühl, dass dieser Ort uns ausgewählt hat: Eine Hochebene auf über 600 Metern Höhe, nach Süden ausgerichtet, mit Tagen, die nie zu heiß sind, und kalten Nächten – ein perfekter Temperaturunterschied. Ein Mosaik aus verschiedenen Böden, die für Frische und Mineralität sorgen. Und dann, im Herzen des Weinbergs ein Hektar historischer Chardonnay-Reben.“<BR /><BR />Für Karoline und Julia Walch war es von Anfang an klar, dass „das Projekt etwas Neues sein musste, mit einer eigenen Identität, die sich vom Weingut Elena Walch unterscheidet. Ein Kapitel, das dem Bergsekt gewidmet ist und auf Handwerkskunst, Präzision und einer tiefen Verbundenheit mit dem Terroir basiert.“<h3> Die Weinberge</h3>Die Weinberge von Moncalisse liegen in Seregnano in der Gemeinde Civezzano auf 600 Metern Meereshöhe an den Hängen des Monte Calisio. Die zwölf Hektar mit Chardonnay (70 Prozent) und Pinot Noir (30 Prozent) bepflanzten Weinberge erstrecken sich über eine einzigartige Hanglage, in der Boden, Klima und Geschichte ineinandergreifen und ein außergewöhnliches Terroir formen. <BR /><BR />Herzstück des Anwesens ist eine ein Hektar große, südlich ausgerichtete, historische Parzelle von 70 Jahre alten Chardonnay-Reben in traditioneller Perglerziehung. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317045_image" /></div> <BR /><BR />Die Weinberge von Moncalisse sind auch ein geschichtsträchtiger Ort. Inmitten der Weinberge befinden sich Felsgravuren und sogenannte „Coppelle“, Schalensteine aus der Bronze- und Eisenzeit, Symbole alter Riten und Zeichen, die noch heute eine stille Energie ausstrahlen und dem Ort eine einzigartige kulturelle Bedeutung verleihen.<h3> Die Architektur</h3>Die Architektur des Weingutes – von den Architekten David Stuflesser und Nadia Moroder aus Gröden – wurde größtenteils unterirdisch angelegt, in Harmonie mit dem Monte Calisio konzipiert und fügt sich organisch in die Landschaft ein. Inspiriert von den geschwungenen Linien der Weinberge und den historischen Coppelle tritt die Architektur des Architektenteams Nadia Moroder und David Stuflesser „in Dialog mit der umgebenden Natur und schafft Räume, die mit der Landschaft verschmelzen und die Eleganz und Poesie des Ortes widerspiegeln, ohne das natürliche Gleichgewicht zu stören.“ Außen dominieren heller Stein, im Untergeschoss ein warmes Rot, das an Porphyr erinnert.<BR /><BR />Julia Walch freut sich: „Die Nachhaltigkeit von Moncalisse zeigt sich in allen Dimensionen: agronomisch, landschaftlich und kulturell. Technik, Sensibilität und Respekt verschmelzen hier zu einem Ganzen, das die Erinnerung und die Schönheit des Ortes bewahrt und zugleich in die Zukunft trägt.“<h3> Die Sekte</h3>„Die Entscheidung, ausschließlich Riserva-Sekte mit langer Reifezeit auf der Hefe zu kreieren, ist ein Bekenntnis zu Zeit, Sorgfalt und Qualität“, erklärt Karoline Walch. „So entstehen strukturierte, langlebige und unverwechselbare Schaumweine mit traditioneller Flaschengärung. In einem handwerklichen und nachhaltigen Ansatz vereint Moncalisse Technik, Erfahrung und Respekt vor der Natur – und verwandelt jede Cuvée in den authentischen Ausdruck ihres Ursprungs.“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1317654_image" /></div> <BR /><BR />Zwei TrentoDOC-Weine markieren den Beginn dieser Reise: der „Montis Arcentarie“ Blanc de Blancs Extra Brut Riserva 2017 und der „Millesimato“ Extra Brut Riserva 2019. Die Trauben für den „Montis Arcentarie“ stammen aus der historischen Chardonnay-Parzelle. Der Ausbau erfolgt in Edelstahl mit einem kleinen Anteil in Barrique und einer langen Flaschenreifung auf der Hefe von 80 Monaten, die, so Julia Walch, „in Kombination mit dem hohen Alter der Reben, dem Wein große Struktur und Komplexität verleihen“. Der „Millesimato“ verkörpert mit Eleganz und Vitalität die frische Finesse seines Terroirs, nachdem er 56 Monate auf der Hefe in der Flasche herangereift ist.<BR /><BR />Für das Moncalisse-Abenteuer haben sich die Walch-Schwestern mit Odilon de Varine, Önologe des historischen Hauses Gosset in der Champagne, und Stefano Bolognani, einem jungen Önologen aus dem Trentino, ein Team ausgesucht, das Erfahrung und regionale Verbundenheit vereint. <BR /><BR />Im neuen Weingut blickt „frau“ auch gleich nach vorne: Schon bald wird ein Bistro mit Weinbar eröffnet, das speziell für Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber konzipiert ist und zu Verkostungen und Führungen durch das Weingut einlädt.