Montag, 05. Dezember 2016

Monte dei Paschi verschiebt Kapitalerhöhungsbeschluss um einige Tage

Nach der deutlichen Schlappe des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi beim Verfassungsreferendum und dessen Rücktritt hat der Aufsichtsrat der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS) am Montag eine Verschiebung des Beschlusses über die milliardenschwere Kapitalerhöhung des Geldhauses angekündigt.

Foto: © LaPresse

Der Beschluss, wie die Kapitalerhöhung im Wert von circa fünf Milliarden Euro umgesetzt werden soll, wird um drei, oder vier Tage verschoben, verlautete es aus Kreisen um die toskanische Bank. An der Kapitalerhöhung könnte sich der Staatsfonds von Katar mit circa einer Milliarde Euro beteiligen.

Die Verzögerung bei der Umsetzung der Kapitalerhöhung wirkte sich negativ auf den Aktienkurs der toskanischen Bank aus. Diese verlor am Montagnachmittag rund vier Prozent ihres Wertes.

Italiens drittgrößtes Kreditinstitut hat beim europäischen Banken-Stresstest 2014 und 2016 jeweils am schlechtesten abgeschnitten und braucht frisches Kapital, um die Verluste aus dem Verkauf fauler Kredite im Volumen von 28 Mrd. Euro auszugleichen. Wenn das nicht klappt, braucht das traditionsreiche Geldhaus aus der Toskana Staatshilfe.

apa/dpa

stol