Mittwoch, 21. Juni 2017

Monte dei Paschi will jeden fünften Job streichen

Der Plan für den Neustart der angeschlagenen Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) nimmt Formen an.

Der Plan für den Neustart der angeschlagenen Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) nimmt Formen an.
Der Plan für den Neustart der angeschlagenen Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) nimmt Formen an. - Foto: © APA/AFP

Nachdem die EU-Kommission die Pläne Italiens für die umstrittene milliardenschwere Kapitalspritze an die Krisenbank gebilligt hat, will MPS das Personal um 20 Prozent kürzen, was circa 5.000 Mitarbeitern entspricht.

Radikale Filialenschließung

400 der insgesamt 2100 Filialen sollen geschlossen werden, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Mittwoch.

Die Stellenkürzungen sollen vor allem über Frühpensionierungen erfolgen. Die Managergehälter sollen reduziert werden. Das Jahresgehalt von CEO Marco Morelli wird von 1,4 Mio. Euro auf 420.000 Euro gekürzt, berichtete das Blatt.

Milliardenhilfe vom Staat

Im Rahmen des Plans soll sich MPS von notleidenden Krediten im Volumen von 26 Mrd. Euro trennen. Interesse am Erwerb des Pakets mit den faulen Krediten hat der italienische Bankenrettungsfonds Atlante signalisiert.

Die EU-Kommission hatte Anfang Juni nach monatelangem Ringen einem Rettungsplan der Regierung in Rom für MPS zugestimmt. Die Regierung in Rom hat vorsorglich ein 20 Mrd. Euro schweres Bankenrettungsprogramm aufgelegt. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellte bei Monte dei Paschi vor Monaten einen Kapitalbedarf von 8,8 Mrd. Euro fest.

apa

stol