Mittwoch, 08. März 2017

Monte Paschi will faule Kredite zu 25 Prozent ihres Nennwerts abgeben

Die schwer angeschlagene Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) arbeitet an einem Plan zum raschen Abbau fauler Kredite im Ausmaß von 28 Mrd. Euro.

Foto: © APA/AFP

Diese sollen zu 25 Prozent ihres Nennwerts verkauft werden, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“.

Um die notleidenden Kredite so rasch wie möglich loszuwerden, will die Bank Interessenten einen einzigen Monat Zeit zur Prüfung der Situation geben, bevor diese ihre verbindlichen Angebote einreichen können. Das Geldhaus habe Kontakte zu internationalen Fonds aufgenommen, die das Paket übernehmen könnten, so das Blatt.

Die Europäische Zentralbank hatte bei der Bank, die unter Bergen fauler Kredite ächzt, einen Kapitalbedarf in Höhe von 8,8 Mrd. Euro errechnet. Eine private Rettung der Bank war im Dezember fehlgeschlagen, nun bleibt dem ältesten Geldhaus der Welt nur noch die Rettung durch die öffentliche Hand. Die Regierung in Rom will MPS mit dem im Dezember aufgelegten Bankenhilfsfonds im Gesamtvolumen von 20 Mrd. Euro unter die Arme greifen.

apa

stol