Dienstag, 07. November 2017

Moskauer Außenminister zu Besuch in der Handelskammer

Die Führungsspitzen der Handelskammer Bozen und von IDM Südtirol empfingen am Montag in der Handelskammer Sergéy Cheremin, den Minister der Abteilung für internationale Beziehungen der Moskauer Stadtregierung. Bei diesem Treffen ging es vorrangig um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Südtirol.

Sergéy Cheremin und Michl Ebner tauschten sich über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Südtirol aus. - Foto: Handelskammer Bozen
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Sergéy Cheremin und Michl Ebner tauschten sich über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Südtirol aus. - Foto: Handelskammer Bozen

Die russische Hauptstadt Moskau ist die stärkste Wirtschaftsregion und das Finanzzentrum Russlands sowie ein wichtiges Bindeglied zum eurasiatischen Raum. 

„Die Metropole Moskau ist das wirtschaftliche Zentrum Russlands, viele der größten Unternehmen der russischen Föderation haben hier ihren Sitz. Außerdem konzentrieren sich rund 80 Prozent des Finanzpotenzials auf die Hauptstadt“, informiert Handelskammerpräsident Michl Ebner: „Dieser bedeutende Wirtschaftsraum birgt auch großes Potential für Südtirol, nicht zuletzt aufgrund der wichtigen Brückenfunktion mit der Eurasischen Wirtschaftsunion.“

Eurasischer Raum bietet für Südtirols Unternehmen interessante Möglichkeiten

Der Eurasiatischen Wirtschaftsunion gehören neben Russland die Länder Armenien, Kasachstan, Kirgistan und Weißrussland an. Es handelt sich hier um einen riesigen Wirtschaftsraum, dessen Erschließung auch für Südtirols Exportunternehmen viele interessante Möglichkeiten bietet.

Südtirol exportiert nach Russland hauptsächlich Transportmittel, Maschinen und Anlagen sowie landwirtschaftliche Produkte und Nahrungsmittel. In der Folge der wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland sind die Exporte von Südtirol nach Russland zwischen 2014 und 2016 um 66 Prozent auf rund 22 Millionen Euro im Jahr gesunken.

Exporte um 40 Prozent gestiegen

„Die russische Wirtschaft zieht trotz Handelsembargo wieder an, in den ersten Monaten 2017 sind allein die Exporte von Italien nach Russland um mehr als 40 Prozent gestiegen“, so der Moskauer Außenminister Sergéy Cheremin: „Es ist uns ein großes Anliegen, die Wirtschaftsbeziehungen mit Italien und Südtirol weiter zu stärken, um den Handel zwischen unseren Ländern nach den Einbrüchen der letzten Jahre wieder anzukurbeln.“

stol

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