Die britische Fernsehgruppe British Sky Broadcasting (BSkyB) will er komplett übernehmen. Sie hatte vor wenigen Tagen bereits den Kauf des Konkurrenten Virgin Media endgültig geklärt. Beide Gruppen besitzen mehrere Sender, Produktionsfirmen sowie Beteiligungen an europäischen Medien. An der Londoner Börse schoss die Aktie am Vormittag um ein Fünftel auf rund 718 Pence in die Höhe. BSkyB und News Corp. waren sich zuletzt noch uneinig über den Preis für die 61 Prozent, die Murdoch noch nicht gehören. Die Briten lehnten ein nachgebessertes Übernahmeangebot von insgesamt 7,8 Milliarden Pfund (derzeit 9,4 Mrd Euro) in bar ab. Murdoch hatte dabei 700 Pence pro Aktie angeboten. BSkyB will 800 Pence pro Aktie haben, ist aber zu Verhandlungen bereit. Die Zustimmung der Regierung für die Übernahme steht noch aus. BSkyB hatte im ersten Quartal dieses Jahres 286 Millionen Pfund Gewinn gemacht. Im Vorjahreszeitraum waren es drei Millionen Pfund. An dem Unternehmen sind etliche Fonds beteiligt. Das von Rupert Murdoch kontrollierte Medienimperium besitzt bereits 39 Prozent an BSkyB. Er ist in 9,77 Millionen Haushalten verfügbar und der größte Pay-TV-Anbieter in Großbritannien und Irland. Murdochs Sohn James ist Aufsichtsratsvorsitzender. Außerdem ist News Corp. an den Zeitungen „The Times“ und „The Sun“ beteiligt. Die News Corporation zählt zu den größten Medienkonzernen der Welt. Sie hatte Ende März ein Gesamtkapital von rund 55 Milliarden Dollar (derzeit 45 Mrd Euro) und jährliche Gesamteinnahmen von rund 32 Milliarden Dollar. dpa