Begonnen hatten die Ermittlungen vor über einem Jahr.Beim Einstieg der SEL bei den zehn Enel-Kraftwerken hat die Enel die Kraftwerke in die Gesellschaft einbracht, die SEL die Konzessionen beigesteuert. Dabei war zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung noch nicht klar, ob die Konzessionen überhaupt an die SEL gehen würden.Der Verdacht der Ermittler: Durch diesen Schachzug habe sich die SEL die fällige Mehrwertsteuer und die entsprechende Gesellschaftssteuer Ires gespart – insgesamt 223 Millionen Euro. Von der SEL beauftragte Finanzspezialisten sind zum Fazit gekommen, dass die Operation, die Konzessionsansuchen in die SE Hydropower einzubringen, nicht nur eine mögliche, sondern zum damaligen Zeitpunkt die einzig korrekte gewesen sei.Sollten Ermittler und Richter allerdings zu einem anderen Schluss kommen, drohen Steuernachzahlungen in Millionenhöhe. stol/em