Warum der Preis für Gas jetzt wieder ansteigt und wie hoch dieser Anstieg ausfallen wird, lesen Sie hier.<BR /><BR />Die Behörde für Energie, Netze und Umwelt (Arera) hat am heutigen Donnerstag im Rahmen der üblichen monatlichen Aktualisierung des Gaspreises bekannt gegeben, dass sich Gaspreis in Italien im April um 22,4 Prozent ansteigt: Auf 44,83 Euro pro Megawattstunde.<BR /><BR />Nachdem der Preis für die Ressource 3 Monate in Folge gesunken ist, müssen Verbraucher also wieder tiefer in die Tasche greifen um ihre Energierechnung zu begleichen. Zurückzuführen ist die Preissteigerung auf das Auslaufen von Vergünstigungen, die die Regierung Meloni beschlossen hatte.<BR /><BR />Konkret geht es vor allem um die Senknung der Ug2-Rabattkomponente, die mit dem letzten „decreto boletto“ von der italienischen Regierung beschlossen wurde. Durch diese Komponente auf der Rechnung werden Marketingkosten gedeckt. Im vergangenen Jahr wurde sie umgestaltet, um die Preisexplosionen beim Gas einzudämmen.<BR /><BR />Schaut man sich die Zusammensetzung des Gaspreises genauer an, wird klar, dass die Ressource an sich auch im April billiger wurde. So sind die Kosten für Erdgas um 3,1 Prozent zurückgegangen. Auch die Transport- und Messkosten schlagen mit minus 4 Prozent zu Buche. Zurückzuführen ist der Preisanstieg somit ausschließlich auf die plus 29,5 Prozent, die durch den Anstieg der Ug2-Komponente verursacht werden.<h3> Energiesystem muss Gleichgewicht ohne staatliche Mittel finden</h3>„Die Preissteigerung wird wahrscheinlich weniger wahrgenommen werden, weil sie zu einer Jahreszeit kommt, in der die Heizungen aus sind und der Gasverbrauch der Haushalte eher gering ist“, kommentiert Arera-Präsident Stefano Besseghini gegenüber der italienischen Wirtschaftszeitung „IlSole24Ore“.<BR /><BR />„Wir müssen bedenken, dass wir uns auf dem Weg zurück zur Normalität befinden, in der das Energiesystem ein Gleichgewicht finden muss, ohne auf staatliche Mittel zur Bewältigung der Krise zurückzugreifen“, betont Besseghini abschließend.