Die Bank lotet laut Insidern gemeinsam mit der Regierung Renzi Möglichkeiten zum Auffüllen ihrer Kapitallücke aus. Im Gespräch sei eine spätere Rückzahlung von Staatshilfen, berichteten italienische Medien.„Wir sind zuversichtlich, dass die Bank Marktlösungen zur Konsolidierung der Kapitaldecke finden wird“, betonte der italienische Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan im Gespräch mit Journalisten am Donnerstag. Laut Padoan sei die Lage der italienischen Banken trotz der schwierigen Situation bei MPS stabil.MPS-Verwaltungsratschef Alessandro Profumo, ehemaliger CEO der italienischen Bank-Austria-Mutter UniCredit, schloss nicht aus, dass das Geldhaus aus Siena seine Unabhängigkeit verlieren könnte. „Wir wollen zwar allein weitermachen, doch unsere Unabhängigkeit könnte überdacht werden“, sagte Profumo. Eine Option ist es, die staatlichen Kredithilfen in Aktien umzuwandeln und dem Finanzministerium anzudienen.Beim jüngsten Stresstest hatte die Europäische Zentralbank (EZB) bei Monte Paschi eine Kapitallücke von 2,11 Mrd. Euro aufgedeckt. Dies war das größte Loch unter allen 25 durchgefallenen Banken im Euroraum. Die drittgrößte Bank Italiens hätte als einziger Stresstest-Teilnehmer ihr Kapital nach einer von den Prüfern simulierten Krise restlos aufgebraucht.Die Bank war 2013 mit Staatsgeldern in Höhe von 4,1 Mrd. Euro vor der Pleite gerettet worden. Sie blieb danach weiter in den roten Zahlen, auch weil sich faule Kredite in ihren Büchern häuften.apa