Der Tankstellenverband Assopetroli-Assoenergia wirft Eni vor, mit der Preissenkung den Wettbewerb zu verzerren. Kleinere Anbieter könnten mit den angekündigten Eni-Preisen nicht mithalten, erklärte Verbandspräsident Andrea Rossetti. <BR /><BR />Die Maßnahme sei nicht nur wettbewerbsverzerrend, sondern auch unzureichend, weil sie einen Teil des Kraftstoffmarktes nicht erfasse. Der Verband will sich deshalb an die italienische Regierung wenden.<h3> Codacons droht mit Anklage</h3>Der Verbraucherschutzverband Codacons verteidigt die Maßnahme und droht, gegen Assopetroli-Assoenergia vor Gericht zu ziehen, sollten diese versuchen, die angekündigten Preisnachlässe an Tankstellen zu verhindern.<BR /><BR />Eni will ab Montag an seinen Tankstellen für Privatkunden maximal 1,99 Euro je Liter Benzin und 2,19 Euro je Liter Diesel verlangen. Der Konzern erwägt, den Preisdeckel bis zum Jahresende beizubehalten.<BR /><BR /> Nach Berechnungen auf Grundlage der jüngsten Halbjahreszahlen könnte die Maßnahme Eni rund 100 Millionen Euro im Monat kosten. Wie der Preisdeckel bei IP aussehen wird, war bislang unbekannt. <BR /><BR />Die Preisbegrenzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die staatliche Entlastung beim Dieselpreis reduziert wird. Der von der Regierung gewährte Tankrabatt von bisher 12,2 Cent je Liter wurde am Samstag auf 6,1 Cent halbiert.